Intel Pentium G4560 Kaby Lake im Asus P10S-I

Hallo zusammen,
es dauerte leider länger als gedacht mit dem Update. Die Lieferung des Prozessors war innterhalb 2 Tage abgeschlossen. Selbst der Einbau war einfacher als gedacht. Leider mangelte es an Zeit das Projekt schneller durchzuführen. Doch zumindest kann ich Euch den Status vermelden, mit dem BIOS Update läuft nuch auch Intel´s Kaby Lake G4560 Prozessor auf dem ASUS P10S-I Mainboard. Ob sich im Vergleich zwischen G4400 und G4560 viel an der Leistung getan hat, kann ich momentan nicht beantworten. Laut Benchmarks der einschlägigen Zeitschriften lautet die Antwort: JA!

Hier noch drei kleine Bilder mit dem neuen Prozessor:
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DKB 1240 Mongoose – Turbokarte für Amiga 1200

Vor einiger Zeit bekam ich eine DKB 1240 „Mongoose“ Turbokarte für den Amiga 1200. Anders als vielleicht die 1240 vermuten lässt, befindet sich ein 68030 Prozessor auf dem Board. Eigentlich hatte ich keine Lust ein funktionierendes Gespann mit Phase5 Blizzard MK-IV auseinander zu rupfen. Daher vergingen einige Wochen bis ein Freund mich bat ihm eine Turbokarte auszuleihen. Er hatte sich eine Karte neu gekauft die nach wenigen Minuten abstürze fabrizierte. Als Workaround solle er Ferrits bzw. Kondensatoren auf seinem Board prüfen. Da er weder löten kann, noch wusste welche Bauteile wohin müssen und in irgendwelche Foren geleitet wurde, entschied ich mich ihm die DKB 1240 zu geben.

DKB 1240 Mongoose
DKB 1240 Mongoose

Der Einbau ist etwas hakelig weil die Karte an der abgeschnittenen Kante beinahe so breit ist wie die Ausbuchtung. Trotzdem mit etwas Übung kinderleicht, nur keine Gewalt anwenden! Der RAM Sockel ist auf der Rückseite. Wer also tauschen möchte muss entweder das Gehäuse öffnen oder die Karte ausbauen.

Hier nun einige Spezifikationen:

DKB 1240 „Mongoose“
Hersteller DKB
Herstellungszeitraum 1994
Prozessor Motorola 68030 50MHz, PGA
Co-Prozessor (optional) Motorola 68881/68882, PGA
Max. RAM 128 MB PS2 oder EDO
RAM autokonfigurierend Ja
PCMCIA friendly Ja
TK RAM verfügbar wenn aus Nein
Abschaltbar Nein
SCSI On-Board Optional
Echtzeituhr Ja
MAPROM Funktion Ja, über Software RemapKS

Nach dem Einbau bootet der Amiga brav in die Workbench. Zum Verschieben des Kickstarts liefert DKB das Programm RemapKS mit. Am besten in WBStartup Ordner kopieren oder früher über die startup-sequence starten.  Es gibt einen Optionalen SCSI Controller. Allerdings besitze ich diesen nicht. Sehr interessant empfand ich die Wärmeentwicklung der Karte. Im direkten Vergleich zur Blizzard bleibt die DKB 1240 deutlich kühler. Die Stabilität der Karte ist hervorragend. Während meines Tests über mehrere Tage stürzte kein einziges Programm ab! Wir zockten zu dritt am Amiga Nitro über 5 Stunden ohne einen Access Fault von WHDload!

Natürlich muss die Karte sich Sysinfo und dem Bustest stellen:

Die Karte ist sichtbar langsamer als die Königin Blizzard MK-IV. Allerdings ist dies in der Workbench oder bei anderen Programmen nicht spürbar. Hier bremst vor allem der langsame IDE Kontroller des A1200 aus.

Bustest DKB 1240
Bustest DKB 1240

Unter Sysinfo zeigt die Karte gute Werte. Zwar muss die DKB der Blizzard den Vorzug geben doch der Vorsprung ist knapp.

Sysinfo DKB 1240
Sysinfo DKB 1240

Fazit
Die DKB 1240 Mongoose bringt alles mit was eine Amiga 1200 Turbokarte benötigt. Neben der Möglichkeit einen Co-Prozessor und SCSI Controller aufzustecken, nimmt die Karte bis zu 128 MB RAM auf. Dabei zeigte sich die Karte nicht wählerisch nahm alles von 4MB bis 128MB auf. Die Verarbeitung ist hervorragend, zwar etwas nervig beim Einbau, doch im Betrieb schnell, stabil und kühl. Die Karte ist absolut empfehlenswert und eine gute Alternative zur Blizzard.

Microsoft DaRT – MDOP

Als Helpdesk User im First oder Second Level Support ist das Leben manchmal schwierig. Stellen Sie sich folgende Situation vor. Ein Außendienst Mitarbeiter fährt zu einer Messe,  Vollgepackt mit VMs um diese zu präsentieren. Er startet seinen Rechner und dieser zeigt einen Blue Screen an. Was tut der Mitarbeiter und wen ruft er an? Sie! Dumm das Sie das Telefon abnahmen und nun müssen Sie Support leisten 🙂

Ohne Zusatztools ist kaum was zu machen, zumeist ist nicht einmal eine Windows CD/DVD vorhanden. Also kann der Außendienstler einpacken und nach Hause fahren. Da Sie aber ein guter Administrator sind und zudem ein gewitzter IT Support Mitarbeiter, können Sie bei guter Vorarbeit einen Trumpf ziehen, sofern Sie auf Microsoft DaRT aufbauten!

Wer den ERD Commander kannte wird sich schnell heimisch fühlen. Mithilfe von DaRT besteht die Möglichkeit Mitarbeitern auch außerhalb des Firmennetzwerkes Starthilfe zu geben.  Desweiterem lassen sich DUMPs auslesen um beispielsweise querschießende Treiber auf die Spur zu kommen. Vor allem der Ruhezustandsmodus ist solch ein Kandidat.

DaRT befindet sich auf der MDOP (Microsoft Desktop Optimization Pack) DVD. Wer Dumps auswerten möchte muss zudem die „Debugging Tools for Windows“ installieren hier zu finden: http://msdn.microsoft.com/en-us/windows/hardware/gg463009.aspx

Die Installation läuft problemlos mit Hilfe des Microsoft Installer ab.  Mit Hilfe des DaRT Recovery Image Programm erzeugt man sich eine ISO. Sie können zusätzliche Treiber hinzufügen falls Sie exotische Treiber verwenden. Die ISO auf CD gebrannt oder mithilfe eine bootfähigen USB Sticks verwendet werden. Microsoft bietet hierfür ein eigenes Tool an. Alternativ genügt es den USB Stick mit NTFS zu formatieren, mit Diskpart die primäre USB Partition als „active“ zu kennzeichnen und anschließen die Dateien aus dem ISO auf dem Stick zu kopieren.

Der Bootvorgang unterscheidet sich kaum vom Bootvorgang einer Windows 7 DVD. Die einzige Ausnahme bildet der Menüpunkt: Microsoft Diagnostics and Recovery Toolset.

Reparaturkonsole mit DaRT Option
Reparaturkonsole mit DaRT Option

Anschließend bietet das Auswahlmenü einige Punkte an. Für Sie als Support Mitarbeiter ist der letzte Punkt, Remote Connection, der Interessanteste.

DaRT Remote Management - Client
DaRT Remote Management – Client

Starten Sie auf Ihrem Administrations PC/Workstation das Programm DaRT Remote Connection Viewer. Geben Sie die Ticketnummer, IP Adresse und Port Nummer ein um die Remote Verbindung aufzubauen. Der Port muss natürlich durch die Firmenfirewall. 🙂
Wenn alles passt, können Sie den Rechners Ihres Kollegen fernwarten und versuchen den Fehler zu finden ohne dem Kollegen am Telefon zu erklären was er tun muss und was gerade passiert!
Übrigends, wer System Center Service Manager 2012 und einen Intel PROv5/v7 Prozessor hat, kann den Rechner rundum bedienen. Beinahe wie ein Managementboard.

DaRT Konsole auf dem Management Gerät
DaRT Konsole auf dem Management Gerät

DaRT ist ein tolles Tool und wer bereits einmal in dieser Situation steckte, wie ich zum Beispiel :), wird es lieben und sehr, sehr schätzen!

Deneb und Delfina Flipper

Seit mehreren Monaten bin ich am Wiederaufbau meines Amiga 4000. Die Hardware ist verbaut und die Software installiert. Eigentlich ein zufriedenstellendes Ergebnis doch muckt die Delfina Flipper bei der MP3 Wiedergabe ständig und friert den Rechner ein. Zuerst dachte ich an ein Library Problem. Daher alle im Netz auffindbaren Bibliotheken gezogen und installiert. Doch immer fror der Rechner nach wenigen Minuten ein. Unzumutbar, der Ursache muss auf den Grund gegangen werden 🙂

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Irgendwann hatte ich die Schnauze voll und begann alles zu dokumentieren. Die Testumgebung wurde Hardwaretechnisch nicht geändert. Die Delfina hing dabei am Clockport der Deneb die mit neuester Firmware ausgerüstet war. Der Testplayer war Amiga AMP mit MHI und die MPEGA Libmad Library. Dazu kam die neuste AHI 6 Version zum Einsatz.
Die MP3s lagen im Ordner HD0:Music/ wobei HD0 die Workbench Platte ist. Die MP3s waren ausschließlich Deep Dance oder Studio 33 Alben. Also zuletzt noch eine Playlist für Amiga AMP angelegt und los gingen die Tests.

Zuerst änderte ich nach jedem einfrieren die Delfina Library. Danach Rechner für 5 Minuten vom Stromnetz getrennt und weiter getestet. Die verschiedenen Library brachten keinen großen Erfolg.

Der nächste Schritt war der Delfina mehr Masse zu geben. Also ein Massekabel direkt mit dem Mainboard verbunden. Als Anschlusspunkt wählte ich an der Delfina die unterste PIN Reihe beim Clockport. Also wieder getestet und gleiches Ergebnis. Immer wieder fror der Rechner ein. Wobei das Massekabel deutlich für mehr Stabilität sorgte. Nun lief Amiga AMP bis zu 60 Minuten am Stück. Ein Rekord, wenn nicht gar ein Weltrekord! Denn solange hielt die Karte nie durch.
Naja, wenn ein zusätzliches Massekabel solch ein gutes Ergebnis lieferte, wieso nicht zusätzlich welche anlegen? Schließlich waren noch 2 Massepunkte auf der Delfina vorhanden. Da ich keine Ösen für das Massekabel mehr hatte, nahm ich einen gewöhnlichen Y-Stromstecker für Diskettenlaufwerke und steckte jeweils diesen an die Massepunkte an (bei mir ein rotes und ein schwarzes Kabel). Durch die zusätzliche Masse war der Klang der Karte deutlich verbessert. Doch bringt es auch die gewünschte Stabilität?

Die Ernüchterung folgte schnell, nach 10 Minuten fror der Bildschirm erneut ein. Also war es zuvor wohl Zufall. Die zusätzlichen Massepunkte brachten nicht die erhoffte Stabilität mit sich. Ziemlich gefrustet schaltete ich die Maschine aus und stellte diese erstmals in die Ecke. Man darf nicht vergessen, diese Tests umfassten eine Zeitspanne von gut und gerne 5 Wochen. Jeden Abend nach der Arbeit Amiga gestartet, Einstellungen gemacht, Librarys getauscht und Ergebnisse dokumentiert. Immer das gleiche Ritual…

Delfina Flipper mit zusätzlichem Masseanschluss
Delfina Flipper mit zusätzlichem Masseanschluss

Einige Tage später erneut den Amiga raus gekramt und erneut getestet. Bereits nach 4 Minuten war der Amiga eingefroren. Anschließend schaute ich mir meine Excel Tabelle an und war ratlos. Alles probiert was möglich war und das blöde Ding lief nicht stabil. Nach gut und gerne 5 Minuten starren kam eine Idee. Die Idee war, sich die MP3s anzusehen. Da diese über Jahre angesammelt wurde, kam für das Encodieren immer ein anderer Codec zum Einsatz. Als Open-Source Anhänger des Linuxforums verwendete ich immer LAME.  Nach guten 3 Stunden konnte ich die Abstürze der Delfina nachstellen und provozieren. Immer wenn eine MP3 mit LAME 3.97 v2 Preset Standard codiert wurde, stürzt der Amiga definitiv innerhalb 30 Minuten ab! Alle Pre- und Post LAME Version funktionieren hingegen tadellos!

Gestern lief das Gerät 11 Stunden durch ohne Absturz und spielte alle MP3s in der Playlist ab! Heute läuft der Amiga 4000 bereits gute 7 Stunden und spielt über Amiga AMP MP3s ab. Zur Nachstellung einer Arbeitsumgebung lade ich die neuen Debian 6 Version als ISO herunter. Ein Skript kopiert dabei Dateien vom USB Stick auf die Platte, entpackt die LHA Archive und kopiert alle Dateien wieder zurück. Anschließend beginnt die Prozedur erneut. Somit wird etwas Last auf dem Zorro-3 Bus, dem SCSI Interface und dem Prozessor generiert.

Delfina Flipper am Clockport der Deneb
Delfina Flipper am Clockport der Deneb

 Achtung:
Mein Massekabel ist ein Y-Verteiler für ein PC Diskettenlaufwerk. Normalerweise führt das Rote und Gelbe Kabel 5V bzw. 12V. Sie müssen das Kabel vorher anders ausrichten ansonsten zerstören Sie Ihre Hardware!
Für kaputte Hardware übernehme ich keine Garantie!!!

Die nächsten Tests beinhalt herauszufinden wie viele Massekabel ich ohne Absturz abziehen kann. Naja, notfalls bleiben alle dran, denn die hauptsache ist, die Kiste läuft stabil.