NAS im Selbstbau – Teil 2

Hallo zusammen,
im Teil 1 schraubten wir die Hardware zusammen. Führten ein BIOS Updaten durch und ersetzen den Intel „Skylake“ gegen einen Intel „Kaby Lake“ Prozessor.

Im zweiten Schritt erfolgte der Ausbau meiner 4 1TB Festplatten aus meinem Arbeitsrechner in das neue NAS ITX-Gehäuse. Das Verschrauben ist gut im Handbuch des Fractal Node 304 Gehäuse beschrieben.

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Neben den 4 1TB Festplatten werkeln als Systemplatte 2x Sandisk SSD und für Microsoft Storage Spaces eine weitere SSD mit 128GB von Drevo. Diese SSD dient als Pufferspeicher für die Storage Spaces.

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Im Gehäuse sind somit 7 Geräte verschraubt obwohl nur Platz für 6 Massenspeicher vorgesehen ist. Der Trick ist, gegenüber den 3,5 Zoll Festplatten lassen sich mit etwas Geschick noch ein 2,5 Zoll Datenträger verschrauben.
Die 4 Festplatten sind am Dell SAS 5E Controller angeschlossen. Hierzu ist ein Adapter von SFF8470 auf SATA notwendig.  Die restlichen Geräte am Mainboard Integrierten Intel „Rapid Storage Controller“.

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Im Teil 3 kümmern wir uns um die Installation des Windows Servers 2016 Standard Edition. Bis dahin…

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NAS im Selbstbau

Wie vieles im Leben muss sich manche liebgewonnene Gegebenheit den Anforderungen der heutigen Zeit stellen. Durch den Kauf eines hypermodernen Curved-Fernseher, kam der Wunsch bei meiner Partnerin, endlich Film- und Musik zu streamen.
Diesem Wunsch komme ich natürlich gerne nach, denn auch mein Arbeitsrechner hat neben einer M.2 SSD Karte für das Betriebssystem auch ein Raid 10 mit 4x 1TB Festplatten eingebaut. Es rattern die Festplatten, die Lüfter heulen fröhlich bei Belastung, somit steigt die Geräuschkulisse deutlich an. Letztlich nur mit Kopfhörer wirklich erträglich…
Ein Server für das Datenmassengrab drängt sich förmlich auf  🙂

Lange rede kurzer Sinn, eine NAS (Network Attached Storage) muss her!

Eine fertige aus Produktionshallen diverser Hersteller kam daher für mich niemals in Frage.
Meine Anforderungen an die NAS sind, ein Windows Betriebssystem mit installiertem Hyper-V. Somit kann ich bei Bedarf problemlos VMs nach eigenen Bedarf hinzufügen. Obwohl es wohl bereits einen VDR im Docker Container gibt? Außerdem brauche ich einen PCIe Slot für meine SAS Karte zum Anschluß eines LTO Bandlaufwerks. Kleines ITX Board mit Gehäuse zur Aufnahme für 6x Festplatten 3,5 Zoll Formfaktor. Der NAS Rechner soll im Keller stehen ohne zusätzlichen Maus, Tastatur und Monitor Anschluss. Daher muss das Mainboard eine Remoteverwaltung mit separatem Managementnetzwerkanschluss zur Verfügung stellen. Außerdem sind 2 Netzwerkanschlüsse sinnvoll aufgrund meines belegten PCIe Slot durch den SAS Controller.
Als Arbeitsspeicher genügen mir erstmals 16GB ECC RAM. Warum ECC Speicher werden sich vielleicht der eine oder andere sich Fragen? Wenn das Board und Prozessor ECC unterstützen, sehe ich keinen Grund es nicht zu kaufen. Es gibt durchaus Markenspeicher zu einem günstigen Kurs. Hier heißt es die Angebote abzugrasen. Richtig ist, befindet sich der Fehler bereits auf dem Client wird dieser mit auf die NAS mit ECC transferiert. Da ich aber überwiegend Daten direkt auf der NAS erzeuge, bietet ECC einen Mehrwert an.

Somit blieb ich bei Microsoft Server 2016 hängen. Aktuell, schnell und mit Storage Spaces bietet das Betriebssystem genau die Anforderungen was ich suchte. Ich wollte weg von diesem statischen Hard- Software Raid Level Klump. Natürlich bieten viele Hersteller gut Raid Controller an die eine Vergrößerung der Datenkapazität dynamisch erlauben. Wieso aber extra Geld, und zwar nicht wenig, für Hardware ausgeben?

Die ausgesuchte Hardware sieht wie folgt aus:
– ASUS P10S-I mit TPM und mit ASMB8 Modul für Fernwartung
– Pentium G4400 (Skylake)
– 16 GB Kingston ECC Speicher (KVR21E15D8/8HA)
– Fortron 200W FSP200-50GSV-5K SFX-Netzteil
– Fractal Design Node 304
– 2x SanDisk Z410 SSD für Betriebssystem (Raid-1)
– diverse Kabel

Das Mainboard war über meine Recherche hinweg preislich extrem schwankend. Als der Gedanke für die NAS aufkam war der Straßenpreis bei ca. 165€ + Versand. Nach einigen Tagen stieg der Preis zwischen 180€ bis 195€ an. Durch eine Preissuchmaschine entdeckte ich zufälligerweise ein Angebot eines ebay Händlers. Dieser bot das Board für 145€ inkl. Versand an. Ein Glücksgriff J, denn nach meinem Kauf änderte der Händler den Verkaufspreis auf 190€.

Die Lieferung ging schnell und zügig. Hierzu einige Impressionen:

Alle Komponenten im Überblick
Alle Komponenten im Überblick
Mainboard, BMC und TPM Modul
Mainboard, BMC und TPM Modul
Intel G4400 Pentium und Kingston ECC RAM (2x 8GB)
Intel G4400 Pentium und Kingston ECC RAM (2x 8GB)
SanDisk SSD Z410 256GB
SanDisk SSD Z410 256GB
Fractal Design Node 304
Fractal Design Node 304

Leider ist der Mainboard USB Header nicht mit dem USB Kabel des Gehäuses konform. Das Mainboard erlaubt lediglich den Anschluß einer USB Buchse. Die zweite USB Schnittstelle liegt somit brach, hätte ASUS wahrscheinlich besser lösen können. Mich stört es nicht sonderlich, ist doch der USB Header ein USB2 Port. Mir genügt 2x USB3 auf der Rückseite des Gehäuses.

Ansonsten verlief der Zusammenbau der Komponenten ohne großartige Komplikationen. Es ist schön wenn alles genormt ist. Aufgrund meiner Auslegung für 6x SATA Geräte bietet mir das Netzteil mit 1x Floppy, 2x Festplatte und 2 x SATA zu wenig Stromanschlüsse. Mein Ziel war alle Stromanschlüsse des Netzteils zu verwenden. Also mußte ein Adapter für Floppy zu SATA und ein SATA Y-Kabel her. Kein größeres Problem, die notwendigen Adapter gibt es alle bei Amazon für einen kleinen Euro Betrag. Das SFX Netzteil läßt sich aufgrund seiner Größe nur mit zwei Schrauben im Gehäuse befestigen. Überlegte mir im Vorfeld lang ob eine Blende von SFX auf ATX Sinn macht. Nach dem verschrauben stellte sich heraus das Netzteil hängt perfekt in Position. Glücklicherweise entfällt somit die ATX Blende! Aufgrund des kleineren Formfaktors erfolgte die Verlegung der Kabel unter das Netzteil.
Das Kabelmanagement ist in den Bildern quasi nicht vorhanden J Sobald alle Komponenten Ihren Stammplatz beziehen, erfolgt die Optimierung. Mein Mainboard hat 2x FAN  und 1x CPU FAN Anschlüsse. Somit fehlt mir ein Anschluss um alle drei Gehäuselüfter anzusteuern. Auf die im Gehäuse integrierte Lüfter Steuerung verzichte ich erstmals. Daher bekommen der Lüfter zum Kühlen der Festplatten und der hintere Gehäuselüfter einen gratis Steckplatz am Mainboard. Somit bleibt der 3 Gehäuselüfter erstmals unbenutzt im Systemkonstrukt.
So, noch ein Wort zu den 6x SATA Ports des Mainboards. Das Board bietet 2x reguläre SATA Anschlüsse, bei Anschluss einer M.2 SSD Karte deaktiviert sich automatisch der graue SATA Port. Die restlichen 4 SATA Anschlüsse sind über ein miniSAS HD Kabel zu verbinden. Wer nicht lange nach der korrekten Bezeichnung suchen will, der findet bei verschiedenen Anbieter ein SFF-8643 auf 4x SATA Kabel. Dieses Kabel belastet Euer Budget mit 10-20€. Preislich ok, wer die 4 regulären SATA Kabel erwerben muss, liegt in ähnlicher Dimension.

Hier noch ein paar Bilder zum Einbau. Erst Prozessor, dann Prozessorkühler, RAM Riegel und zuletzt, falls vorhanden, TPM und BMC.
Hier etwas Hardwareporn 🙂

Intel G4400 Prozessor auf ASUS P10S-I Mainboard
Intel G4400 Prozessor auf ASUS P10S-I Mainboard
Intel Boxed Kühler mit Push Pins
Intel Boxed Kühler mit Push Pins
2x 8GB KVR21E15D8/8HA DDR4-2133 ECC DIMM
2x 8GB KVR21E15D8/8HA DDR4-2133 ECC DIMM
Gehäuse blank
Gehäuse blank
200 Watt Fortron FSP200-50GSV-5K Netzteil eingebaut
200 Watt Fortron FSP200-50GSV-5K Netzteil eingebaut
Stromadapterkabel 1x Floppy, 2x SATA 1x SATA
Stromadapterkabel 1x Floppy, 2x SATA 1x SATA
Netzteil Rückseite, Kabelmanagement unterm Netzteil geführt
Netzteil Rückseite, Kabelmanagement unterm Netzteil geführt
Mainboard eingebaut... TPM Modul fehlt
Mainboard eingebaut… TPM Modul fehlt

Wir sehen uns beim zweiten Teil… Installation Windows Server 2016!

SCSI2SD Adapter im Amiga A590

Nach dem Upgrade des DMAC meiner A590 streckte die SCSI-Festplatte endgültig die Flügel. Ersatz muss her, klaro, doch ganz so einfach ist die Wahl nicht. Es stehen neben der traditionellen SCSI Festplatte noch der SCSI2IDE Adapter zur Auswahl.
Die SCSI Festplatte scheidet aufgrund Ihres Betriebsgeräusches und der Tatsache, nur noch gebrauchte Ware zu erhalten aus. Der SCSI2IDE Adapter hat hier bessere Karten. Zwar sind im Handel nur noch vereinzelt IDE Festplatten erhältlich, doch so schnell sterben diese Dinosaurier nicht aus. Die Wahl war getroffen so ging es an die Vorbereitungen. Die Wahl traf auf einen Yamaha Adapter. Noch vor dem öffnen des A590 Gehäuse gab es das erste Problem. Der Adapter war zu breit um ohne Modifikation ins A590 Gehäuse zu passen. Etwas geknickt doch nicht mutlos überlegt. Vor einiger Zeit bezog ich von einem Kollegen aus den USA einen SCSI2SD Adapter. Bisher lag dieser nur in der Box doch diese Zeit war nun reif.

SCSI2SD Adapter
SCSI2SD Adapter

Die breite der Platine überschreitet nicht die Breite einer regulären Festplatte. Somit paßt der SCSI2SD Adapter wunderbar in die A590. Für die Konfiguration ist eine MicoSDHC Karte und ein Mini USB Stecker notwendig. Also Karte eingelegt und den USB Stecker an den Rechner angeschlossen.
Auf der Herstellerseite steht das Konfigurationstool (scsi2sd-util.exe) und der Statusmonitor (scsi2sd-monitor.exe) bereit. Der Monitor überprüft lediglich ob die SCSI2SD Hardware korrekt funktioniert. Achtung: Der SCSI2SD Adapter speichert seine Konfiguration in die Hardware! Somit ist ein schneller Wechsel zwischen mehreren SD Karten nicht möglich ohne Änderung der Konfiguration!

SCSI2SD Monitor
SCSI2SD Monitor

Das SCSI2SD Konfigurationstool bietet interessante Möglichkeiten an. Für Amiga User ist das Feature mehrere Geräte-IDs zu konfigurieren vorteilhaft. Beim SCSI-2 können bis zu 7 Geräte gleichzeitig am SCSI Bus angemeldet sein. Wobei eine ID jeweils vom Controller selbst belegt ist. Somit können Festplattencontroller die eine Limitierung des Festplattenspeichers besitzen oder kein Direct-SCSI sprechen, mehrere Geräte mit einer SD-Karte simulieren.

SCSI2SD-util
SCSI2SD-util
SCSI2SD-util Device
SCSI2SD-util Device

Als Beispiel sei der Commodore A2090 Festplattencontroller genannt. Standardmäßig liegt die Limitierung pro Festplatte bzw. Partition bei 256MB . Mit dem SCSI2SD Controller können nun 4 virtuelle Festplatten mit je 256 MB simuliert werden. Der A2090 erkennt diese virtuellen Geräte je als eigenständige Festplatte an. In der HDToolbox existieren daher 4 Festplatten. Ein wunderbares Feature! Ebenso ist zur Terminierung des SCSI Bus ein aktiver Terminator integriert!

Zurück zum Thema, dem Einbau in die A590 🙂
Die Inbetriebnahme ging flott über die Bühne. Es gab nichts unerwartetes was einen Amiga User schrecken müsste. Einige Bilder zur Komplementierung des Setups.

HDToolbox A590 Setup
HDToolbox A590 Setup
HDToolbox A590 Setup 2
HDToolbox A590 Setup 2
Installation der Workbench
Installation der Workbench. Ein ‚assign‘ vermeidet das Umbennen der Diskette 😉
Installation der Extra Diskette.
Installation der Extra Diskette.
SCSI2SD fertig eingebaut im A590
SCSI2SD fertig eingebaut im A590

Weil jetzt garantiert noch Fragen bzgl. der Geschwindigkeit des SCSI2SD Adapter kommen. Der Adapter ist mit meiner A590 relativ lahm. Kommt über 1,3MB/s nicht hinaus. Die A590 ist mit ROM 7.0 ausgestattet. Angeblich existiert ein 14MHz Patch um dem Bus das maximum abzuverlangen. Wer dies möchte kann es tun, momentan bin ich froh den Deckel auf die Hardware zu bekommen. Einfach nur die Hardware „benutzen“, mehr nicht 🙂

In diesem Sinne, schaut mal wieder bei mir rein oder laßt ein Kommentar da. Danke und wann hast du zuletzt Deinen Amiga eingeschaltet???

 

Amiga A590 DMAC umbau

In letzter Zeit war es ruhiger auf der Webseite. Doch im Jahre 2016 kommen wieder verstärkt Beiträge.
Heute ein Thema zum Amiga A590 Festplattencontroller. Während der Weihnachtsfeiertage stellte das Gerät seinen Dienst ein. Der Amiga A500 wollte mit angesteckter A590 nicht booten. Also den Schaltplan im Internet gesucht. Nach viel messen und nachschlagen stellte sich ein defekter DMAC Rev.1 heraus. Leider sind die Preise für dieses Teil richtig heftig. Glücklicherweise verkaufte auf ebay ein Händler einen DMAC Rev. 2. Bei der A590 sind weitere Schritte notwendig damit diese mit dem neuen harmoniert. Welche Schritte zu tun sind, erfahrt ihr hier im Umbaubericht vom DMAC 390536-01 zu 390536-02.

Folgendes Werkzeug ist notwendig. Einen Chip Puller zum gefahrlosen des DMAC, einen Lötkolben und einen Schraubendreher.

Schritt 1:
Hebt mit dem Chip Puller den DMAC Rev. 1 ohne Gewaltanwendung sanft aus dem Sockel.

Schritt 2:
Drückt ohne zu großen Druck vorsichtig den DMAC Rev. 2 in den Sockel.

DMAC-1

Schritt 3:
Hebelt vorsichtig mit dem Schraubendreher den Chip bei U30 aus. Der Sockel bleibt zukünftig leer.

 Schritt 4:
Lötet eine Drahtbrücke bei JP8 ein. Der rote Kasten zeigt JP8 an. Alternativ zur Drahtbrücke läßt sich U30 am Pin 2 zu Pin 14 brücken. Sehe aber keinen Grund warum mit einem Provisorium zu arbeiten 🙂

DMAC-2

Der Umbau ist nun beendet. Viel Spaß und bis demnächst wieder 🙂

 

SCSI-2-IDE Adapter im Amiga

Vor 2 Wochen am Retroabend gab es eine hitzige Diskussion über die SCSI zu IDE Adapter im Amiga. Das Amiga System erschien zu einer Zeit als SCSI Systeme den Festplattenmarkt dominierten. Heutzutage ist es hingegen schwierig noch an SCSI Festplatten heranzukommen, die schnell, leise und robust sind. In diese Lücke preschen nun die oben genannten Adapter.

Insgesamt sind in meinem Besitz Adapter von 3 verschiedenen Herstellern.
1. ACARD (http://www.acard.com/english/home.jsp)
2. IO-DATA
3. Yamaha

ACARD-7720, IO-Data, Yamha
ACARD-7720, IO-Data, Yamha
von oben nach unten
ACARD-7720, IO-Data, Yamha
ACARD-7720, IO-Data, Yamha
Rückseite

 

Im Bild sind diese jeweils von oben nach unten dargestellt. Sowohl die Vorder- als auch die Rückseite.

Die meisten Amiga System wurden als SCSI-1 oder SCSI-2 produziert. Die maximale Geschwindigkeit bei SCSI-2 betrug 10 MB/s. Als Steckkarten im Amiga 500 oder 2000 war die Geschwindigkeit seitens des Zorro Bus limitiert. Daher diente, um die maximale Geschwindigkeit auszureizen als Testsystem ein Amiga 1200 mit einer Blizzard 1230 MK-4 mit SCSI-2 Controller.
Das sog. SCSI-Kit der Blizzard hat intern einen 26-pol. Anschlussstecker. Somit musste erst ein Adapter von 26-pol auf 50-pol gebaut werden um die SCSI-2-IDE Adapter anzuschließen. Im Internet finden sich zig Anleitungen mit der Pinbelegung. Grüne Leitungen sind Datenleitungen und weiße sind Ground. Zur Sicherheit bestückte ich alle GND Anschlüsse (wäre nicht notwendig gewesen ;)).

Blizzard 1230 MK-4 mit SCSI-Kit
Blizzard 1230 MK-4 mit SCSI-Kit

Die Rahmenbedingen sind der erwähnte A1200 Mainboardrevision 2B und Phase5 Blizzard 1230 MK-4.
Festplatte:         1,8 Zoll Toshiba MK2004GAL
Dateisystem:     PFS3
Mask:                  0x7FFFFFFF
Max Transfer:   0x7FFFFFFF
SCSI direct

Toshiba MK2004GAL
Toshiba MK2004GAL

Die SCSI Einstellungen erfolgten mittels Unitcontrol. Dieses ist Teil des Blizzard SCSI Kits und befindet sich dort auf Diskette. Die grafische Einstellungen sind nach einem Softreset zurückgesetzt. Dauerhaft läßt sich dies über die Shell lösen. Das Readme erklärt die notwendigen Parameter ausführlich. Ganz wichtig hierbei ist den Eintrag in der startup-sequence oben zu plazieren!

Mir genügte die Sysinfo Messung für die Laufwerksgeschwindigkeit. Andere Tools wie beispielsweise Drive Speed oder SCSI-Bench liefern deutlich aussagekräftigere Ergebnisse. Für einen schnellen Überblick genügt die grafische Aufbereitung seitens Sysinfo.

ACARD-7720U:

ACARD-7720 Sysinfo
ACARD-7720 Sysinfo

IO-DATA R-IDSC-E/R Ver. 1.30.9

IO-Data Sysinfo
IO-Data Sysinfo

Yamaha

Yamaha Sysinfo
Yamaha Sysinfo

 

Fazit:
Der Messung zufolge liegt der ACARD Adapter deutlich vorne. Desweiterem erscheinen weiterhin Firmware Updates für diesen Controller. Gerade für Besitzer einer Blizzard lohnt sich das einspielen der Updates. Das Update erfolgt über den PC mit angeschlossenem Adapter und booten im DOS Modus. Am SCSI-2-IDE Adapter selbst darf kein Endgerät angeschlossen sein!

Yamaha und IO-Data liegen etwa gleichauf. Bei beiden ist die Entwicklung eingestellt. Support oder eine neue Firmware gibt es zukünftig definitiv nicht!

Für einen Amiga 500 oder 2000 Besitzer mit Zorro SCSI Steckkarte eignen sich die Adapter von Yamaha bzw. IO-Data. Alle anderen Amiga Besitzer mit Turbokarte mit integriertem SCSI Anschluss sollten eher Ausschau nach dem ACARD nehmen.

Hier die notwendigen PDFs für IO-DATA und Yamaha Adapter. Die Anleitung zum ACARD-7720 steht auf deren Webseite.

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Yamaha SCSI-2-IDE Converter

Bitlocker – MBAM v2 Grundinstallation Teil 3

Weiter geht es mit dem letzten und vermutlich einfachsten Installationsteil. Es fehlen noch die Gruppenrichtlinien. Leider unterstützen die neuen MBAM Templates kein Windows Server 2008. Daher bleibt nur der Weg über Server 2008R2 und für die Konfiguration die Installation des RSAT Paketes.

Die Installationsroutine beim MBAM ist hingegen schnell durchgeklickt. Es gibt keine Abhängigkeiten für die Templates. Zu finden sind diese nach der Installation unter %WINDIR%\PolicyTemplates

Ablage MBAM Templates
Ablage MBAM Templates
Templates im Ordner US
Templates im Ordner US

Ich werde das SSP noch in den Sharepoint integrieren. Somit können die Mitarbeiter selbst Ihre Recoverykeys generieren. Vielleicht auch über TMG nach extern publizieren… mal sehen was noch kommt.

Damit sind wir bereits am Ende angelangt. Viel Spaß mit MBAM v2

DKB 1240 Mongoose – Turbokarte für Amiga 1200

Vor einiger Zeit bekam ich eine DKB 1240 „Mongoose“ Turbokarte für den Amiga 1200. Anders als vielleicht die 1240 vermuten lässt, befindet sich ein 68030 Prozessor auf dem Board. Eigentlich hatte ich keine Lust ein funktionierendes Gespann mit Phase5 Blizzard MK-IV auseinander zu rupfen. Daher vergingen einige Wochen bis ein Freund mich bat ihm eine Turbokarte auszuleihen. Er hatte sich eine Karte neu gekauft die nach wenigen Minuten abstürze fabrizierte. Als Workaround solle er Ferrits bzw. Kondensatoren auf seinem Board prüfen. Da er weder löten kann, noch wusste welche Bauteile wohin müssen und in irgendwelche Foren geleitet wurde, entschied ich mich ihm die DKB 1240 zu geben.

DKB 1240 Mongoose
DKB 1240 Mongoose

Der Einbau ist etwas hakelig weil die Karte an der abgeschnittenen Kante beinahe so breit ist wie die Ausbuchtung. Trotzdem mit etwas Übung kinderleicht, nur keine Gewalt anwenden! Der RAM Sockel ist auf der Rückseite. Wer also tauschen möchte muss entweder das Gehäuse öffnen oder die Karte ausbauen.

Hier nun einige Spezifikationen:

DKB 1240 „Mongoose“
Hersteller DKB
Herstellungszeitraum 1994
Prozessor Motorola 68030 50MHz, PGA
Co-Prozessor (optional) Motorola 68881/68882, PGA
Max. RAM 128 MB PS2 oder EDO
RAM autokonfigurierend Ja
PCMCIA friendly Ja
TK RAM verfügbar wenn aus Nein
Abschaltbar Nein
SCSI On-Board Optional
Echtzeituhr Ja
MAPROM Funktion Ja, über Software RemapKS

Nach dem Einbau bootet der Amiga brav in die Workbench. Zum Verschieben des Kickstarts liefert DKB das Programm RemapKS mit. Am besten in WBStartup Ordner kopieren oder früher über die startup-sequence starten.  Es gibt einen Optionalen SCSI Controller. Allerdings besitze ich diesen nicht. Sehr interessant empfand ich die Wärmeentwicklung der Karte. Im direkten Vergleich zur Blizzard bleibt die DKB 1240 deutlich kühler. Die Stabilität der Karte ist hervorragend. Während meines Tests über mehrere Tage stürzte kein einziges Programm ab! Wir zockten zu dritt am Amiga Nitro über 5 Stunden ohne einen Access Fault von WHDload!

Natürlich muss die Karte sich Sysinfo und dem Bustest stellen:

Die Karte ist sichtbar langsamer als die Königin Blizzard MK-IV. Allerdings ist dies in der Workbench oder bei anderen Programmen nicht spürbar. Hier bremst vor allem der langsame IDE Kontroller des A1200 aus.

Bustest DKB 1240
Bustest DKB 1240

Unter Sysinfo zeigt die Karte gute Werte. Zwar muss die DKB der Blizzard den Vorzug geben doch der Vorsprung ist knapp.

Sysinfo DKB 1240
Sysinfo DKB 1240

Fazit
Die DKB 1240 Mongoose bringt alles mit was eine Amiga 1200 Turbokarte benötigt. Neben der Möglichkeit einen Co-Prozessor und SCSI Controller aufzustecken, nimmt die Karte bis zu 128 MB RAM auf. Dabei zeigte sich die Karte nicht wählerisch nahm alles von 4MB bis 128MB auf. Die Verarbeitung ist hervorragend, zwar etwas nervig beim Einbau, doch im Betrieb schnell, stabil und kühl. Die Karte ist absolut empfehlenswert und eine gute Alternative zur Blizzard.