Amiga 500 – Tastatur reinigen

21 07 2017

Mir lief quasi mir nichts dir nichts ein Amiga 500 über den Weg. Eigentlich stehen genug Amiga´s im Haus doch der Kauftrieb war stärker als mein Wille der Versuchung zu widerstehen.
Außer ein dreckiges Gehäuse mit Tastatur alles fein soweit. Der erste Funktionstest war ebenfalls zufriedenstellend. Lediglich die Floppy zeigte ein paar Read-Write Errors an. Zur Freude meiner Frau kann ich keine schmutzigen Geräte sehen. Auch meine PC-Tastatur aus den 1998er Jahren wird 2x jährlich eine Waschung unterzogen. Ihr seht wahrscheinlich schon worauf es hinausläuft… genau, die Amiga 500 Tastatur und das Gehäuse bekommen einen Waschgang. Dabei erfolgt das Schrubben händisch mit Lappen und etwas Spülmittel.

Hier die Tastatur mit der Verschmutzung:

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Verschmutzte Amiga 500 Tastatur

Tasten im Detail

Tasten im Detail

Vorsichtig hantieren beim Abheben der Tastenkappen. Wie Ihr im Bild erkennen könnt setze ich den Schrauben drehen ganz ein und drücke anschließend den Griff etwas nach oben. Meistens springen die Kappen direkt ab. Geht ganz behutsam um, nichts ist ärgerlicher als das Plastikgehäuse abzuhebeln und die Feder springt raus. Das ist echte Fisikusarbeit  🙂

Schraubenzieher an Taste anlegen...

Schraubenzieher an Taste anlegen…

... Taste gelöst.

… Taste gelöst.

Die Leertaste erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit. Diese wird an beiden Enden durch eine Plastiköse mit zwei Metallstifte vor dem Herausrutschen gesichert. Zieht zuerst die Kappe in der Mitte vorsichtig ab. Anschließend könnt Ihr die Leertaste in eine Richtung vorsichtig drücken und den einen Stift vorsichtig abziehen. Auf keinen Fall hier mit Gewalt ein Ergebnis erreichen wollen. Ist die Kunststoffnase an der Leertaste gebrochen, könnt Ihr diese in den Abfall werden.

Leertaste von der Kappe lösen

Leertaste von der Kappe lösen

Metallstift der Leertaste, vorsichtig nach rechts bewegen

Metallstift der Leertaste, vorsichtig nach rechts bewegen

 

Alle Tastaturkappe in einer Schüssel mit einem kleinen Schuss Spülmittel einwirken lassen. Nach ca. drei Stunden läßt sich der gröbste Schmutz bereits mit dem Finger abrubbeln. Für den hartnäckigen Schmutz nun einen feinporigen  Schwamm oder Tuch verwenden und rubbeln 🙂
In diesem Zug könnt Ihr ebenfalls das Metall der Tastatur waschen. Meistens hängt dort Haare oder anderer Dreck drin. Schrubben, abspülen und trocknen lassen.
Regenwasser hat sich hierbei bewährt, kein Kalk und keine Rückstände auf Platine und Kunststoffen.

Tastaturkappen im Wasserbad

Tastaturkappen im Wasserbad

 

Seit Ihr mit dem Ergebnis zufrieden nehmt die Kappen raus und trocknet jede einzelne Kappe mit einem Tuch trocken. Legt diese nun auf einen Lappen damit das Wasser in der Kappe ebenfalls trocknen kann.

Sind alle Tasten trocken geht es ans aufstecken der Tasten. Diese rasten mit einem sanften Druck problemlos ein. So sieht mein Ergebnis anschließend aus… bin zufrieden und alle Tasten funktionieren.

Gereinigte Tastatur komplett zusammengebaut

Gereinigte Tastatur komplett zusammengebaut

Gereinigte Tastatur im Detail

Gereinigte Tastatur im Detail

 

Viel Spaß beim Reinigen Eurer Tastaturen 🙂





Amiga 1200 – Blizzard 1230 SCSI Kit

15 06 2017

Hallo zusammen,
nach unzähligen Verschiebungen steht endlich das Projekt an, meinen 1993 gekauften Amiga 1200, den finalen Hardwareschliff zu verpassen.
Zuerst die Hardwarekomponenten:
– Amiga 1200 mit Kickstart 3.1
– Blizzard 1230 MK-4 mit SCSI Kit
– Acard 7720u SCSI2IDE Adapter
– Indivision AGA 1200 MK-1
– Toshiba MK2004GAL Festplatte mit 20GB

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Dem geübten Amiga Auge sticht direkt das obere Abschirmblech ins Auge. Es handelt sich hierbei um eine Modifikation die Alternate bereits bei Auslieferung des Gerätes vornahm. Ursprünglich war eine 3,5 Zoll Festplatte mit damals sagenhaften 130MB verbaut. Aufgrund der Bauweise des A1200 war eigentlich eine 2,5 Zoll Festplatte vorgesehen und Alternate entschied sich für das ausschneiden des Bleches. Damals störte mich dies wenig… heute… nur ein wenig.

Unterm Blechkleid steckt der Indivision AGA 1200 MK1 und sorgt für ein klares Bild über den VGA Ausgang am Röhrenmonitor. Mich störte bisher immer Sprunghaftigkeit der Platine aus Lisa heraus. Ein kleiner Stoß genügte und es zeichneten sich Bildstörungen am Monitor ab. Somit war der Anwender gezwungen die Platine wieder festzudrücken. Grund hierfür scheint der verbaute Sockel zu sein der trotz aller liebe und abschleifen nie 100%ig halten mochte. Eine dauerhafte Lösung musste her und wie der Zufall es wollte, nahm ich Kontakt mit dem Hersteller auf. Dieser verkaufte mir einen Sockel, wie er ebenfalls im Nachfolgeprodukt, dem Indivision 1200 AGA MK2, verbaut wurde. Somit musste wiedermal der Lötkolben bzw. die Entlötpumpe herhalten. Glücklicherweise entfällt bei mir der Handbetrieb. Gut, der Indivision hat nun den neuen Sockel und ist unter dem oberen Abschirmblechverbaut.
Außerdem liegt auf der Platine eine dünne Pappe um Kurzschlüsse zu verhindern!

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Etwas Kopfzerbrechen machte mir der Anschluss des SCSI Kits der Blizzard Turbokarte. Anders als der SCSI Standard 50 polige Anschluss hat die Karte nur einen 25 poligen Stecker.  Somit war basteln angesagt um eine Adapterkabel 26 zu 50 polig zu bauen. Die Position des ACARD Scsi2IDE Adapter war hingegen fix festgelegt. Das starre Diskettenlaufwerkkabel dient als Fixierhilfe und ein Klettband sorgt für den notwendigen halt. Ein IDE Kabel mit Stecker und Buchse sorgt als Verlängerung zum Anschluss der Festplatte. Unterhalb der Festplatte liegt ein dünner zurechtgeschnittener Karton um ein Kurzschluss zwischen Festplatte und oberes Abschirmblech zu verhindern! Die Fixierung der Festplatte erfolgte einfach mit etwas Heißkleber an der Festplatte. Heißkleber bekam hier vor den Kabelbindern den Vorzug um ein ungewolltes verrutschen der Festplatte zu verhindern. Außerdem läßt sich auch der Kleber rückstandsfrei entfernen.

Was mich am Blizzard SCSI Kit störte ist die Tatsache, dass es keine Möglichkeit gibt bzw. vorgesehen ist, die HD-Led des Amiga zu verwenden. Aufgrund des IDE Datenblattes liegt der LED Pin am PIN 39. Doch wo schließt man im Amiga nun das andere Ende an? Direkt am HD-Adapter, der Reduzierung von 44 auf 40-polig oder am Mainboard direkt? Ganz falsch, im Datenblatt des Acard 7720u ist JP3 als „Activity Led“ bezeichnet. Wie häufig im Amiga, muss gebastelt werden, so auch das Kabel mit 2 Buchsen. Doch nach dem einschalten des Amiga 1200 leuchtete die HD-Led ständig gedimmt. Hm, auf Dauer wird mir das nicht gefallen. Nach Einbau eines 10kO Widerstandes im Kabel leuchtet die HD Led auch nur beim Zugriff auf die Festplatte. Tatadada… wieder ein offener Punkt gestrichen 🙂

Dummerweise hat mein SCSI Kit noch eine ältere Version verbaut. Im vergleich zur aktuellen ROM Version 8.5 ist meine 7.19 wirklich alt. Dummerweise habe ich derzeit keine 27C256 oder 27C512 PLCC Eprom ICs hier. Daher muss das alte ROM erstmals herhalten 😀

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Damals war SCSI der quasi Standard in vielen Geräten. Heute mag die Technik angestaubt wirken, was Sie tatsächlich auch ist. Das einzig wichtige zu wissen ist:
1. der SCSI Bus muß am Ende und Anfang terminiert sein
2. jedes Gerät erhält eine unique SCSI ID

Aus diesen beiden Punkten ergibt sich beim Phase5 SCSI Kit folgende Situation. Das SCSI Kit selbst hat die ID-7. Somit stehen dem User noch die IDs 0-6 zur Verfügung. Wer mehrere Geräte in seinem A1200 unterbringen möchte, wie auch immer das funkionieren soll, vergibt die IDs aufsteigend. Also die 1. Festplatte erhälte die ID 0, das CD-ROM die ID 1 usw.
Im obigen Punkt 1 steht, das erste und letzte Gerät muss terminiert sein. Das SCSI Kit erledigt diesen Punkt bereits ohne weiteres zutun. Wichtig ist nun, den Acard als letztes Gerät meiner, zugegeben doch sehr kurzen SCSI Kette, zu terminieren. Daher muss beim 7720u der Jumper auf JP2 gesetzt sein. Wer möchte kann auch den Term-Power Jumper JP4 setzten. Beim Betrieb von einem Gerät ist dies jedoch unerheblich.
Bei SCSI-2 genügt es die passiven Terminatoren bei den Geräten zu verwenden. Nochmals, wer den SCSI Bus nicht terminiert, riskiert teilweise undefinierbare Fehler. Außerdem sucht man den Fehler überall, aber nicht in der Hardware bzw. bei einem fehlenden oder falsch gesetzten Jumper!

Hier das Datenblatte des Acard 7720U und 7720UW. Im Fall der Fälle damit es nicht irgendwann in den tiefen des Internets verschwindet.
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Einige Bilder… und wer Fragen hat, der fragt einfach 🙂

Bis die Tage und tschüssi…





Amiga – Tooldisk

17 03 2017

Hallo zusammen,
heute früh stand das Aufräumen des Kellers auf der Agenda. Nachdem immer Kisten, Kartons und Bücher einfach in die Regale kamen, war es Zeit für diesen Schritt.
Beim durchwühlen der Kisten entdeckte ich meine alte Amiga Diskettenbox aus den 1989er Zeiten. Nach der Sichtung kamen beim Lesen der Diskettenlabels sofort alte, warmherzige Erinnerungen hoch. Schnell mit verschwitzten Händen die Diskette eingelegt, ob die heute noch funktionieren… und tatsächlich, die laufen alle noch!
Wer die ADFs haben möchte, darf sich gerne bei mir melden.

Heute erstmals kleine Schätze:

  1. Outsider

    Outsider1

    Outsider – Division X … Utilities  V3

Inhalt:

XCopy V5.2 Professional Diskmaster V1.3
XCopy V3.0 Professional CLI Mate V1.2
XCopy V6.0 Professional Cygnus ED V2.2
Tron – The Race – Seek & Destroy V1.1
New Zap V3.25
Powerpacker V3.00
Titanics Cruncher 3rd Day
Turbo Imploder V3.1 IFF Converter V1.0
Boot Girl
Seka V3.2
Disk Mon. Prof. V1.2 Virusmaker V1.0
Info Tron – The Race – Document
Doc. XCopy V5.2+ Doc. Seka V3.2
Doc. XCopy V3.0+ Cygnus ED V2.2
Doc. Turbo Imploder V3.1 New Zap V3.25
  1. E. C.C Copy-Disk Release 8.2
Copy-Disk-Release82

E. C. C. – The Electronic Cracking Crew – COPY-DISK Release 8.2

Inhalt:

1 – Mirror V1.4 9 – Reflector 17 – MarauderII 1.0a
2 – Marauder I 10 – Truecopy 18 – Decoder
3 – Trackcopy 11 – Truecopy 2.a4 19 – MirrorHackPack
4 – Quickcopy V1.0 12 – Spreader V1.0 20 – Change Kickstart
5 – Copy Kick 13 – Diskcopy V1.5 21 – Quickindex 1.2
6 – Special Copy 14 – Dirutil V 22 – Truecopy V1.0
7 – Quick Nibble V1.18 15 – Synctrack 23 – Solocopy V1.0
8 – Acopy V1.00 16 – Reflector V3 24 – White Lightning




Amiga A600 Netzteil – Elko Wechsel

18 03 2016

Heute kam die Gelegenheit endlich um das Netzteil meines „Ratten“ Amiga A600 zu kümmern. Das Öffnen des Netzteiles ist mit Lebensgefahr verbunden. Wer nicht weiß, wo er was berühren darf, besser die Finger lassen! Nach dem Ausschalten besser das Netzteil einige Tage ausgeschaltet lassen.

Commodre A600 Netzteil. Beim Öffnen besteht Lebensgefahr!

Commodre A600 Netzteil. Beim Öffnen besteht Lebensgefahr!

Durch lösen der 4 Schrauben gelangt man an das Innere. Das Netzteil bekam eine Reinigung mit dem Brausekopf mit ständigem Wasserstrahl und schruppen einer ausgedienten Zahnbürste. Anschließend kam das Ersetzen der Elektrolytkondensatoren (Elkos) dran. Glücklicherweise war alles vorrätig im Haus. Somit war das Aus- bzw. Einlöten der Bauteile schnell erledigt. Wichtig neben der richtigen Polung ist auf die richtigen uF und Volt Werte der Bauteile zu achten. Wobei der Volt Wert auch höher liegen darf. Die heutigen Bauteile sind deutlich kleiner als die vor 20 Jahren. Auch sind auf der Platine meisten 3 Bohrungen vorhanden. Somit passen die neuen Elkos sauber ohne knicken auf die Platine. Ein Austausch wäre nun nicht zwingend notwendig gewesen. Da das Gehäuse bereits geöffnet ist… 🙂
Hier nun die Bilder:

Lite-On Netzteil

Lite-On Netzteil

Neue "Elkos" aus der Seitenansicht

Neue „Elkos“ aus der Seitenansicht

Netzteil mit neuen Elkos von oben

Netzteil mit neuen Elkos von oben

Alte Elkos in einer Reihe

Alte Elkos in einer Reihe

Zum Abschluss nun die Liste ausgelöteten Elkos:
1x 47uF, 400V
1x 3300uF, 16V
1x 2200uF, 16V
1x 1uF, 450V
1x 470uF, 16V
3x 220uF, 25V
1x 47uF, 50V
2x 1uF, 50V
1x 4,7uF, 50V

 





Amiga 600 – „Ratten Edition“

10 02 2016

Hallo zusammen, ich grüße Euch auf meinem Blog.
Eigentlich wollte ich es nicht tun doch ich tat es erneut. In den hiesigen Kleinanzeigen verschenkte jemand einen Amiga 600. Nach einem kurzen aber sehr herzlichen Telefongespräch holte ich das Gerät ab. Bei meinem Eintreffen lief das Gerät am Fernseher, Kickstart Bild war da, alles wunderbar. Das Gerät kurzerhand unter den Arm genommen um den Heimweg anzugehen. Zuhause angekommen mußte der A600 erstmals im Flur vorlieb nehmen. Es war Zeit um das Bett zu betreten. Am nächsten Morgen wurde der A600 näher Inspiziert. Außen mit Edding bemalt, ist mir gestern gar nicht aufgefallen! Aha, Garantiesiegel noch dran. Das Siegel reißt heute eh nix mehr. Also mit dem Schraubendreher durchgebrochen. Der Kunststoff war inzwischen so brüchig, dass trotz aller Sorgfalt zwei Plastiknasen abbrachen. Im inneren kam ein böser Schreck. Das Mainboard ist total gelb mit Millionen Tierhaaren! Überall hing schwarzer Schmodder im Gerät :(. Mir blieb nichts anderes übrig als der kleinen Amiga eine Handwaschkur zu verpaßen. Hier die Bilder…

Nach der ersten Reinigung mit Druckluft

Nach der ersten Reinigung mit Druckluft

Mit der Hand geschuppt

Mit der Hand geschuppt

Vogelperspektive

Vogelperspektive

Neben der Reinigung erhielt das A600 Board eine Tantal-Kur. Das ausgelaufene Elektrolyt wurde sorgfältig mit Alkohl und Kontakt WL entfernt. Der alte Lötzinn auf den Pads mit Entlötlitze aufgesaugt und neu verzinnt.

Die Tantals...

Die Tantals…

...noch ein paar Tantals mehr.

…noch ein paar Tantals mehr.

Schöner Amiga Schriftzug

Schöner Amiga Schriftzug

Gereinigte Tastatur.

Gereinigte Tastatur.

Freundin mit einem strahlendem "Weiß"

Freundin mit einem strahlendem „Weiß“

Eine Woche später traf ich zufälligerweise meinen edlen Spender im Supermarkt. Wir plauderten etwas und er war verzückt, dass der Amiga noch funktioniert. Die Ratte seines Sohnes hat das Gerät früher als Toilette benutzt. Damals war sein Sohnemann Punk somit die Ratte obligatorisch. Also, das gelbe war Urin, die Tierhaare einer Ratte mit schwarzem Schmodder die Exkremente des Nagetieres.

Soviel dazu… :), bis demnächst.





SCSI2SD Adapter im Amiga A590

19 01 2016

Nach dem Upgrade des DMAC meiner A590 streckte die SCSI-Festplatte endgültig die Flügel. Ersatz muss her, klaro, doch ganz so einfach ist die Wahl nicht. Es stehen neben der traditionellen SCSI Festplatte noch der SCSI2IDE Adapter zur Auswahl.
Die SCSI Festplatte scheidet aufgrund Ihres Betriebsgeräusches und der Tatsache, nur noch gebrauchte Ware zu erhalten aus. Der SCSI2IDE Adapter hat hier bessere Karten. Zwar sind im Handel nur noch vereinzelt IDE Festplatten erhältlich, doch so schnell sterben diese Dinosaurier nicht aus. Die Wahl war getroffen so ging es an die Vorbereitungen. Die Wahl traf auf einen Yamaha Adapter. Noch vor dem öffnen des A590 Gehäuse gab es das erste Problem. Der Adapter war zu breit um ohne Modifikation ins A590 Gehäuse zu passen. Etwas geknickt doch nicht mutlos überlegt. Vor einiger Zeit bezog ich von einem Kollegen aus den USA einen SCSI2SD Adapter. Bisher lag dieser nur in der Box doch diese Zeit war nun reif.

SCSI2SD Adapter

SCSI2SD Adapter

Die breite der Platine überschreitet nicht die Breite einer regulären Festplatte. Somit paßt der SCSI2SD Adapter wunderbar in die A590. Für die Konfiguration ist eine MicoSDHC Karte und ein Mini USB Stecker notwendig. Also Karte eingelegt und den USB Stecker an den Rechner angeschlossen.
Auf der Herstellerseite steht das Konfigurationstool (scsi2sd-util.exe) und der Statusmonitor (scsi2sd-monitor.exe) bereit. Der Monitor überprüft lediglich ob die SCSI2SD Hardware korrekt funktioniert. Achtung: Der SCSI2SD Adapter speichert seine Konfiguration in die Hardware! Somit ist ein schneller Wechsel zwischen mehreren SD Karten nicht möglich ohne Änderung der Konfiguration!

SCSI2SD Monitor

SCSI2SD Monitor

Das SCSI2SD Konfigurationstool bietet interessante Möglichkeiten an. Für Amiga User ist das Feature mehrere Geräte-IDs zu konfigurieren vorteilhaft. Beim SCSI-2 können bis zu 7 Geräte gleichzeitig am SCSI Bus angemeldet sein. Wobei eine ID jeweils vom Controller selbst belegt ist. Somit können Festplattencontroller die eine Limitierung des Festplattenspeichers besitzen oder kein Direct-SCSI sprechen, mehrere Geräte mit einer SD-Karte simulieren.

SCSI2SD-util

SCSI2SD-util

SCSI2SD-util Device

SCSI2SD-util Device

Als Beispiel sei der Commodore A2090 Festplattencontroller genannt. Standardmäßig liegt die Limitierung pro Festplatte bzw. Partition bei 256MB . Mit dem SCSI2SD Controller können nun 4 virtuelle Festplatten mit je 256 MB simuliert werden. Der A2090 erkennt diese virtuellen Geräte je als eigenständige Festplatte an. In der HDToolbox existieren daher 4 Festplatten. Ein wunderbares Feature! Ebenso ist zur Terminierung des SCSI Bus ein aktiver Terminator integriert!

Zurück zum Thema, dem Einbau in die A590 🙂
Die Inbetriebnahme ging flott über die Bühne. Es gab nichts unerwartetes was einen Amiga User schrecken müsste. Einige Bilder zur Komplementierung des Setups.

HDToolbox A590 Setup

HDToolbox A590 Setup

HDToolbox A590 Setup 2

HDToolbox A590 Setup 2

Installation der Workbench

Installation der Workbench. Ein ‚assign‘ vermeidet das Umbennen der Diskette 😉

Installation der Extra Diskette.

Installation der Extra Diskette.

SCSI2SD fertig eingebaut im A590

SCSI2SD fertig eingebaut im A590

Weil jetzt garantiert noch Fragen bzgl. der Geschwindigkeit des SCSI2SD Adapter kommen. Der Adapter ist mit meiner A590 relativ lahm. Kommt über 1,3MB/s nicht hinaus. Die A590 ist mit ROM 7.0 ausgestattet. Angeblich existiert ein 14MHz Patch um dem Bus das maximum abzuverlangen. Wer dies möchte kann es tun, momentan bin ich froh den Deckel auf die Hardware zu bekommen. Einfach nur die Hardware „benutzen“, mehr nicht 🙂

In diesem Sinne, schaut mal wieder bei mir rein oder laßt ein Kommentar da. Danke und wann hast du zuletzt Deinen Amiga eingeschaltet???

 





Amiga A590 DMAC umbau

15 01 2016

In letzter Zeit war es ruhiger auf der Webseite. Doch im Jahre 2016 kommen wieder verstärkt Beiträge.
Heute ein Thema zum Amiga A590 Festplattencontroller. Während der Weihnachtsfeiertage stellte das Gerät seinen Dienst ein. Der Amiga A500 wollte mit angesteckter A590 nicht booten. Also den Schaltplan im Internet gesucht. Nach viel messen und nachschlagen stellte sich ein defekter DMAC Rev.1 heraus. Leider sind die Preise für dieses Teil richtig heftig. Glücklicherweise verkaufte auf ebay ein Händler einen DMAC Rev. 2. Bei der A590 sind weitere Schritte notwendig damit diese mit dem neuen harmoniert. Welche Schritte zu tun sind, erfahrt ihr hier im Umbaubericht vom DMAC 390536-01 zu 390536-02.

Folgendes Werkzeug ist notwendig. Einen Chip Puller zum gefahrlosen des DMAC, einen Lötkolben und einen Schraubendreher.

Schritt 1:
Hebt mit dem Chip Puller den DMAC Rev. 1 ohne Gewaltanwendung sanft aus dem Sockel.

Schritt 2:
Drückt ohne zu großen Druck vorsichtig den DMAC Rev. 2 in den Sockel.

DMAC-1

Schritt 3:
Hebelt vorsichtig mit dem Schraubendreher den Chip bei U30 aus. Der Sockel bleibt zukünftig leer.

 Schritt 4:
Lötet eine Drahtbrücke bei JP8 ein. Der rote Kasten zeigt JP8 an. Alternativ zur Drahtbrücke läßt sich U30 am Pin 2 zu Pin 14 brücken. Sehe aber keinen Grund warum mit einem Provisorium zu arbeiten 🙂

DMAC-2

Der Umbau ist nun beendet. Viel Spaß und bis demnächst wieder 🙂