Competition Pro Joystick – Gummipuffer

Bei viel bespielten Competition Pro Joysticks mit Gummipuffern leiern diese gerne etwas aus. Bei mir half es den Gummiring zu säubern und für 10 Minuten in ein heißes Wasserbad zu legen. Anschließend abtrocknen und sofort den Ring in den Joystick einsetzen.  Interessanterweise passte dieser nun deutlich besser und der Stick selbst hatte kein Spiel mehr bei den Bewegungen. Das obligatorische Quietschen bleib zudem aus ;).

Competition Pro Gummipuffer
Competition Pro Gummipuffer

Sehr wahrscheinlich hat sich der Gummi durch die Wärme etwas gedehnt. Wobei dies abhängig von der Gummimischung ist. Ein Versuch ist es wert, viel Spaß beim Reinigen 😉

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Competition Pro Joystick – aus 2 mach 1

Bei einem großen Onlineautktionshaus kaufte ich mir bei zwei verschiedenen Käufern jeweils einen Competition Pro in schwarz. Beide waren als funktionsfähig deklariert daher viel die Kaufentscheidung. Die Lieferung folgte binnen 2 Tage nach Bezahlung. Beide Pakete kamen sogar gleichzeitig an. Nach dem öffnen des Kartons strahlten mich zwei total versiffte Joysticks an. An den Kanten waren Schweißränder und bei einem war das Gehäuse beschädigt. Desweiterem viel der Blick bei einem Joystick auf den 9-poligen Stecker. Dieser hatte eine seltsame Kruste. Nun gut, also direkt mal eingesteckt und getestet. Kein Joystick funktionierte 100%. Beim einem streikte einer oder beide Feuerknöpfe und beim anderen gingen die Richtungen nicht. Also erstmals aufgeschraubt um zu sehen wie das Innenleben aussieht.

Competition Pro - verrazt
Competition Pro – verrazt
Verkrusteter Stecker
Verkrusteter Stecker

Das war nicht sonderlich berauschend. Zumindest hatte ein Stick eine Stahlfeder. Der andere hat leider einen abgenutzten Gummipuffer :(.Bei beiden Joysticks funktionieren die Feuerknöpfe leider durch das Zusammendrücken der beiden Laschen. Hätte mir gewünscht zumindest einen mit Mikroschalter zu bekommen. Ansonsten zeigte sich ein trauriges Bild. Die Mikroschalter sind wild zusammengewürfelt, passen vom Weg her nicht und bei einem Stick waren mehrere Kabel abgerissen.

Für die Instantsetzung beider Joysticks hatte ich nicht genügend Material. Daher entschloss ich mich für einen radikal Umbau. Das gute Gehäuse bekommt den Federstick und ich flicke die Kabelbrüche. Desweiteren tausche ich den nicht funktionierenden Feuerknopf aus. Also beide Competition Pro Joysticks in die Einzelteile zerlegt und ordentlich geschrubbt und gereinigt.

Auseinandergebaut und gereinigt
Auseinandergebaut und gereinigt

Danach alles zurück ins Gehäuse gebaut. Anschließend kam das Kabelflicken an die Reihe. Diese am besten miteinander verdrahten und anschließend noch mit etwas Lötzinn befestigen. Die Kabelisolierung sparte ich mir da die Kabel so straff sind und somit nirgendwo Kontakt erzeugen können. Zuletzt noch die Mikroschalter eingebaut und angeschlossen.

Neu aufgebaut und montiert
Neu aufgebaut und montiert

Die Funktionalität testete ich mir dem Amiga Hardware Analyzer. Dieser zeigt grafisch schön an ob die Richtung bzw. Fire funktioniert. Alles funktionierte auf Anhieb und somit konnte die Deckelunterseite angeschraubt werden.

So, Umbau erfolgreich beendet und der Joystick kommt bei der nächsten Dynablaster Session zum Einsatz 🙂
Wer übrigends gerne mit den alten Kisten zocken will kann sich gerne bei mir melden. Wir machen ungefähr 1x pro Monat, zumeist am Wochenende, eine Session in der Stuttgarter Umgebung.

Bis demnächst dann…

Mein erster Commodore Computer

Gerade 25 Jahre ist es her als ich im Kindesalter mit 10 Jahren in das Computerzeitalter einstieg. Diesen Umstand verdankte ich damals meinem Nachbarn Markus M. . Er hatte einen Commodore 64 im Brotkastengehäuse, Datasette, einen S/W Fernseher und zwei Joysticks. Bei vielem im Leben ist der erste Eindruck der Entscheidende. Mein Nachbar Markus zeigte mir Wizard of Wor, im Prinzip ein Spiel mit simplem Aufbau und 2 Spieler Option. Nach 6 Stunden Multiplayer, in den Tiefen der Kellergewölbe des Worlord und des Wizards of Wor, stand für mich eines fest… ich brauche einen Computer… und zwar einen Commodore C64. Das Problem an der Sache war, genauso wie heute auch noch, der happige Preis. Neben der Computereinheit ist zudem ein Massendatenspeicher notwendig und weitere Peripherie in Form von Joysticks und Kassetten bzw. Disketten notwendig. Der C64 kostete damals gute 900 DM und ein Diskettenlaufwerk etwa 1000 DM. Das ist natürlich eine Menge Geld.

An diesem Abend erstellte ich mir den Schlachtplan um an das Geld ranzukommen. Mir war klar, es wird ein langwieriges Unternehmen, vielleicht sogar ein Himmelfahrtskommando, doch nur wer wagt kann auch gewinnen.

Als erstes mussten die Eltern mobilisiert werden. Daher musste ich ihnen deutlich machen, wie ernsthaft mir der Computer war. Daher schnitt ich vom Quelle Katalog das Bild mit dem Computer C64 aus und klebte dieses an die Wand oberhalb meines Bettes. Von meinen Eltern erhoffte ich mir natürlich die Unterstützung mit Bargeld zum Geburtstag und Weihnachten. Der nächste Punkt war mein Bruder. Er ist 5 Jahre älter und begann in dieser Zeit seine Lehre. Optimal für mich, denn wer Arbeitet verdient Geld. Daher unternahm ich  öfters die Anstrengungen meinen Bruder und meinem Nachbar zusammen zu führen in der Hoffnung, meinen Bruder vom Computer infizieren zu lassen. Leider hatte ich mich in diesem Fall verspekuliert. Mein Bruder fand den Computer doof.

Nach ca. 1 Jahr des Sparens und des Hoffens kam Gevatter Zufall zuhilfe. Mein Bruder und ich besuchten unseren Cousin. Wir sahen uns nicht oft da er weiter entfernt lebte. Das einzig begehrenswerte in seinem Zimmer war der c64 II mit Diskettenlaufwerk! An diesem Tag spielten wir Pitstop 2, The Last Ninja, Loderunner, Commando, Who Dares Wins 2, Blue Max, World Games, Winter Games und viele mehr. Das Eis bei meinem Bruder war gebrochen und er wollte auch einen Computer. Mein Cousin arbeitete zu der Zeit bei Quelle und konnte dank Rabatte einen nagelneuen C128D für 899 DM besorgen. Mein Bruder bestellte am gleichen Abend noch das Gerät und ich steuerte gute 255 DM dazu. Dies war notwendig um sicherzustellen, dass ich auch Rechte am Computer haben und dieser nicht ausschließlich von meinem Bruder verwendet wurde.

Nach 2 Wochen Lieferzeit war es soweit. Eine weiße Schachtel, Aufschrift Commodore C-128D stand im Flur und wartete darauf, endlich Strom zu bekommen. Das Gerät war schnell aufgebaut, der AV Kanal am Fernseher schnell gefunden und das Gerät meldete sich mit einem grünen Bildschirm. Hm, wieso ist der Bildschirm grün und nicht blau? Hatten wir evtl. das falsche Gerät gekauft? Nach Anruf bei meinem Cousin war schnell klar, Commodore Taste drücken und das Gerät einschalten. Dann springt das Gerät sofort in den C64 Modus. Das funktionierte auch sofort und der C64 Modus begrüßte und mit seinem blinkendem Cursor und einem wartenden READY. Von meinem Cousin erhielten wir im Vorfeld einige bespielte Spiele Disketten. Die Diskette World Games eingelegt, Verriegelung nach unten gelegt und wie geht es weiter? Nach einem kurzem Telefonat war klar, ein LOAD „*“,8 gefolgt von RUN startete das Spiel.

Ab diesem Tag wurden Kontakte auf dem Schulhof geknüpft und weiter ausgebaut. Schließlich war es wichtig Programme zu tauschen um an neue „Ware“ ranzukommen. In den großen Pausen wurden Hilfestellungen und Lösungsmöglichkeiten zu Spielen diskutiert, neuste Basic Tricks vorgetragen und neue Bastellösungen in Magazinen gezeigt. Mit meinen Freunden war wir einmal pro Monat im Kaufhaus X in Biberach. Die dortige Computerabteilung war die zentrale Anlaufstelle der Computerverrückten. Interessanterweise war seitens der Erwachsenen kaum Interesse da. Natürlich kann mich meine Wahrnehmung auch trüben :).  Damals nahm man es übrigends mit dem Copyright auf Software nicht ganz genau. Selbst die Verkäufer in den Computerabteilungen, teilweise selbst erst zwischen 17 und 20 Jahre alt, tauschten unter der Hand Software aus. Zu jener Zeit war es zudem möglich Software nach Gebrauch umzutauschen. Einige meiner damaligen Freunde waren fit genug den Kopierschutz zu entfernen und gaben das Spiel später wieder zurück. Damit es nicht auffiel kaufte jede Woche ein anderer ein Spiel.

Während meiner besten Zeit hatte ich ca. 400 Disketten. Die Entscheidung war immer schwer was man löschen soll wenn man etwas neues bekam. In dieser Phase lernte ich Basic und Assembler. Der Computer stellte den Mittelpunkt meines kleinen Universums dar.  Trotzdem traf man sich mit Freunden zum Fußball und Radfahren.

So gingen einige Jahre dahin… bis wiederum mein Nachbar zu Besuch vorbeikam und meinte: „Hey, kommt mal zu mir rüber, ich hab jetzt einen Amiga 500 und ihr müsst Euch unbedingt Defender of the Crown ankucken.“ Doch dies ist eine andere Epoche und ihr müsst unbedingt lesen wie es weiterging…