Amiga 1200 – Blizzard 1230 SCSI Kit

15 06 2017

Hallo zusammen,
nach unzähligen Verschiebungen steht endlich das Projekt an, meinen 1993 gekauften Amiga 1200, den finalen Hardwareschliff zu verpassen.
Zuerst die Hardwarekomponenten:
– Amiga 1200 mit Kickstart 3.1
– Blizzard 1230 MK-4 mit SCSI Kit
– Acard 7720u SCSI2IDE Adapter
– Indivision AGA 1200 MK-1
– Toshiba MK2004GAL Festplatte mit 20GB

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Dem geübten Amiga Auge sticht direkt das obere Abschirmblech ins Auge. Es handelt sich hierbei um eine Modifikation die Alternate bereits bei Auslieferung des Gerätes vornahm. Ursprünglich war eine 3,5 Zoll Festplatte mit damals sagenhaften 130MB verbaut. Aufgrund der Bauweise des A1200 war eigentlich eine 2,5 Zoll Festplatte vorgesehen und Alternate entschied sich für das ausschneiden des Bleches. Damals störte mich dies wenig… heute… nur ein wenig.

Unterm Blechkleid steckt der Indivision AGA 1200 MK1 und sorgt für ein klares Bild über den VGA Ausgang am Röhrenmonitor. Mich störte bisher immer Sprunghaftigkeit der Platine aus Lisa heraus. Ein kleiner Stoß genügte und es zeichneten sich Bildstörungen am Monitor ab. Somit war der Anwender gezwungen die Platine wieder festzudrücken. Grund hierfür scheint der verbaute Sockel zu sein der trotz aller liebe und abschleifen nie 100%ig halten mochte. Eine dauerhafte Lösung musste her und wie der Zufall es wollte, nahm ich Kontakt mit dem Hersteller auf. Dieser verkaufte mir einen Sockel, wie er ebenfalls im Nachfolgeprodukt, dem Indivision 1200 AGA MK2, verbaut wurde. Somit musste wiedermal der Lötkolben bzw. die Entlötpumpe herhalten. Glücklicherweise entfällt bei mir der Handbetrieb. Gut, der Indivision hat nun den neuen Sockel und ist unter dem oberen Abschirmblechverbaut.
Außerdem liegt auf der Platine eine dünne Pappe um Kurzschlüsse zu verhindern!

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Etwas Kopfzerbrechen machte mir der Anschluss des SCSI Kits der Blizzard Turbokarte. Anders als der SCSI Standard 50 polige Anschluss hat die Karte nur einen 25 poligen Stecker.  Somit war basteln angesagt um eine Adapterkabel 26 zu 50 polig zu bauen. Die Position des ACARD Scsi2IDE Adapter war hingegen fix festgelegt. Das starre Diskettenlaufwerkkabel dient als Fixierhilfe und ein Klettband sorgt für den notwendigen halt. Ein IDE Kabel mit Stecker und Buchse sorgt als Verlängerung zum Anschluss der Festplatte. Unterhalb der Festplatte liegt ein dünner zurechtgeschnittener Karton um ein Kurzschluss zwischen Festplatte und oberes Abschirmblech zu verhindern! Die Fixierung der Festplatte erfolgte einfach mit etwas Heißkleber an der Festplatte. Heißkleber bekam hier vor den Kabelbindern den Vorzug um ein ungewolltes verrutschen der Festplatte zu verhindern. Außerdem läßt sich auch der Kleber rückstandsfrei entfernen.

Was mich am Blizzard SCSI Kit störte ist die Tatsache, dass es keine Möglichkeit gibt bzw. vorgesehen ist, die HD-Led des Amiga zu verwenden. Aufgrund des IDE Datenblattes liegt der LED Pin am PIN 39. Doch wo schließt man im Amiga nun das andere Ende an? Direkt am HD-Adapter, der Reduzierung von 44 auf 40-polig oder am Mainboard direkt? Ganz falsch, im Datenblatt des Acard 7720u ist JP3 als „Activity Led“ bezeichnet. Wie häufig im Amiga, muss gebastelt werden, so auch das Kabel mit 2 Buchsen. Doch nach dem einschalten des Amiga 1200 leuchtete die HD-Led ständig gedimmt. Hm, auf Dauer wird mir das nicht gefallen. Nach Einbau eines 10kO Widerstandes im Kabel leuchtet die HD Led auch nur beim Zugriff auf die Festplatte. Tatadada… wieder ein offener Punkt gestrichen 🙂

Dummerweise hat mein SCSI Kit noch eine ältere Version verbaut. Im vergleich zur aktuellen ROM Version 8.5 ist meine 7.19 wirklich alt. Dummerweise habe ich derzeit keine 27C256 oder 27C512 PLCC Eprom ICs hier. Daher muss das alte ROM erstmals herhalten 😀

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Damals war SCSI der quasi Standard in vielen Geräten. Heute mag die Technik angestaubt wirken, was Sie tatsächlich auch ist. Das einzig wichtige zu wissen ist:
1. der SCSI Bus muß am Ende und Anfang terminiert sein
2. jedes Gerät erhält eine unique SCSI ID

Aus diesen beiden Punkten ergibt sich beim Phase5 SCSI Kit folgende Situation. Das SCSI Kit selbst hat die ID-7. Somit stehen dem User noch die IDs 0-6 zur Verfügung. Wer mehrere Geräte in seinem A1200 unterbringen möchte, wie auch immer das funkionieren soll, vergibt die IDs aufsteigend. Also die 1. Festplatte erhälte die ID 0, das CD-ROM die ID 1 usw.
Im obigen Punkt 1 steht, das erste und letzte Gerät muss terminiert sein. Das SCSI Kit erledigt diesen Punkt bereits ohne weiteres zutun. Wichtig ist nun, den Acard als letztes Gerät meiner, zugegeben doch sehr kurzen SCSI Kette, zu terminieren. Daher muss beim 7720u der Jumper auf JP2 gesetzt sein. Wer möchte kann auch den Term-Power Jumper JP4 setzten. Beim Betrieb von einem Gerät ist dies jedoch unerheblich.
Bei SCSI-2 genügt es die passiven Terminatoren bei den Geräten zu verwenden. Nochmals, wer den SCSI Bus nicht terminiert, riskiert teilweise undefinierbare Fehler. Außerdem sucht man den Fehler überall, aber nicht in der Hardware bzw. bei einem fehlenden oder falsch gesetzten Jumper!

Hier das Datenblatte des Acard 7720U und 7720UW. Im Fall der Fälle damit es nicht irgendwann in den tiefen des Internets verschwindet.
ACARD_AEC-7720u-7720UW

Einige Bilder… und wer Fragen hat, der fragt einfach 🙂

Bis die Tage und tschüssi…





Amiga 600 – „Ratten Edition“

10 02 2016

Hallo zusammen, ich grüße Euch auf meinem Blog.
Eigentlich wollte ich es nicht tun doch ich tat es erneut. In den hiesigen Kleinanzeigen verschenkte jemand einen Amiga 600. Nach einem kurzen aber sehr herzlichen Telefongespräch holte ich das Gerät ab. Bei meinem Eintreffen lief das Gerät am Fernseher, Kickstart Bild war da, alles wunderbar. Das Gerät kurzerhand unter den Arm genommen um den Heimweg anzugehen. Zuhause angekommen mußte der A600 erstmals im Flur vorlieb nehmen. Es war Zeit um das Bett zu betreten. Am nächsten Morgen wurde der A600 näher Inspiziert. Außen mit Edding bemalt, ist mir gestern gar nicht aufgefallen! Aha, Garantiesiegel noch dran. Das Siegel reißt heute eh nix mehr. Also mit dem Schraubendreher durchgebrochen. Der Kunststoff war inzwischen so brüchig, dass trotz aller Sorgfalt zwei Plastiknasen abbrachen. Im inneren kam ein böser Schreck. Das Mainboard ist total gelb mit Millionen Tierhaaren! Überall hing schwarzer Schmodder im Gerät :(. Mir blieb nichts anderes übrig als der kleinen Amiga eine Handwaschkur zu verpaßen. Hier die Bilder…

Nach der ersten Reinigung mit Druckluft

Nach der ersten Reinigung mit Druckluft

Mit der Hand geschuppt

Mit der Hand geschuppt

Vogelperspektive

Vogelperspektive

Neben der Reinigung erhielt das A600 Board eine Tantal-Kur. Das ausgelaufene Elektrolyt wurde sorgfältig mit Alkohl und Kontakt WL entfernt. Der alte Lötzinn auf den Pads mit Entlötlitze aufgesaugt und neu verzinnt.

Die Tantals...

Die Tantals…

...noch ein paar Tantals mehr.

…noch ein paar Tantals mehr.

Schöner Amiga Schriftzug

Schöner Amiga Schriftzug

Gereinigte Tastatur.

Gereinigte Tastatur.

Freundin mit einem strahlendem "Weiß"

Freundin mit einem strahlendem „Weiß“

Eine Woche später traf ich zufälligerweise meinen edlen Spender im Supermarkt. Wir plauderten etwas und er war verzückt, dass der Amiga noch funktioniert. Die Ratte seines Sohnes hat das Gerät früher als Toilette benutzt. Damals war sein Sohnemann Punk somit die Ratte obligatorisch. Also, das gelbe war Urin, die Tierhaare einer Ratte mit schwarzem Schmodder die Exkremente des Nagetieres.

Soviel dazu… :), bis demnächst.





SCSI-2-IDE Adapter im Amiga

5 04 2015

Vor 2 Wochen am Retroabend gab es eine hitzige Diskussion über die SCSI zu IDE Adapter im Amiga. Das Amiga System erschien zu einer Zeit als SCSI Systeme den Festplattenmarkt dominierten. Heutzutage ist es hingegen schwierig noch an SCSI Festplatten heranzukommen, die schnell, leise und robust sind. In diese Lücke preschen nun die oben genannten Adapter.

Insgesamt sind in meinem Besitz Adapter von 3 verschiedenen Herstellern.
1. ACARD (http://www.acard.com/english/home.jsp)
2. IO-DATA
3. Yamaha

ACARD-7720, IO-Data, Yamha

ACARD-7720, IO-Data, Yamha
von oben nach unten

ACARD-7720, IO-Data, Yamha

ACARD-7720, IO-Data, Yamha
Rückseite

 

Im Bild sind diese jeweils von oben nach unten dargestellt. Sowohl die Vorder- als auch die Rückseite.

Die meisten Amiga System wurden als SCSI-1 oder SCSI-2 produziert. Die maximale Geschwindigkeit bei SCSI-2 betrug 10 MB/s. Als Steckkarten im Amiga 500 oder 2000 war die Geschwindigkeit seitens des Zorro Bus limitiert. Daher diente, um die maximale Geschwindigkeit auszureizen als Testsystem ein Amiga 1200 mit einer Blizzard 1230 MK-4 mit SCSI-2 Controller.
Das sog. SCSI-Kit der Blizzard hat intern einen 26-pol. Anschlussstecker. Somit musste erst ein Adapter von 26-pol auf 50-pol gebaut werden um die SCSI-2-IDE Adapter anzuschließen. Im Internet finden sich zig Anleitungen mit der Pinbelegung. Grüne Leitungen sind Datenleitungen und weiße sind Ground. Zur Sicherheit bestückte ich alle GND Anschlüsse (wäre nicht notwendig gewesen ;)).

Blizzard 1230 MK-4 mit SCSI-Kit

Blizzard 1230 MK-4 mit SCSI-Kit

Die Rahmenbedingen sind der erwähnte A1200 Mainboardrevision 2B und Phase5 Blizzard 1230 MK-4.
Festplatte:         1,8 Zoll Toshiba MK2004GAL
Dateisystem:     PFS3
Mask:                  0x7FFFFFFF
Max Transfer:   0x7FFFFFFF
SCSI direct

Toshiba MK2004GAL

Toshiba MK2004GAL

Die SCSI Einstellungen erfolgten mittels Unitcontrol. Dieses ist Teil des Blizzard SCSI Kits und befindet sich dort auf Diskette. Die grafische Einstellungen sind nach einem Softreset zurückgesetzt. Dauerhaft läßt sich dies über die Shell lösen. Das Readme erklärt die notwendigen Parameter ausführlich. Ganz wichtig hierbei ist den Eintrag in der startup-sequence oben zu plazieren!

Mir genügte die Sysinfo Messung für die Laufwerksgeschwindigkeit. Andere Tools wie beispielsweise Drive Speed oder SCSI-Bench liefern deutlich aussagekräftigere Ergebnisse. Für einen schnellen Überblick genügt die grafische Aufbereitung seitens Sysinfo.

ACARD-7720U:

ACARD-7720 Sysinfo

ACARD-7720 Sysinfo

IO-DATA R-IDSC-E/R Ver. 1.30.9

IO-Data Sysinfo

IO-Data Sysinfo

Yamaha

Yamaha Sysinfo

Yamaha Sysinfo

 

Fazit:
Der Messung zufolge liegt der ACARD Adapter deutlich vorne. Desweiterem erscheinen weiterhin Firmware Updates für diesen Controller. Gerade für Besitzer einer Blizzard lohnt sich das einspielen der Updates. Das Update erfolgt über den PC mit angeschlossenem Adapter und booten im DOS Modus. Am SCSI-2-IDE Adapter selbst darf kein Endgerät angeschlossen sein!

Yamaha und IO-Data liegen etwa gleichauf. Bei beiden ist die Entwicklung eingestellt. Support oder eine neue Firmware gibt es zukünftig definitiv nicht!

Für einen Amiga 500 oder 2000 Besitzer mit Zorro SCSI Steckkarte eignen sich die Adapter von Yamaha bzw. IO-Data. Alle anderen Amiga Besitzer mit Turbokarte mit integriertem SCSI Anschluss sollten eher Ausschau nach dem ACARD nehmen.

Hier die notwendigen PDFs für IO-DATA und Yamaha Adapter. Die Anleitung zum ACARD-7720 steht auf deren Webseite.

R-IDSC-E050418
Yamaha SCSI-2-IDE Converter





Sony MPF110-05 Amiga externes Diskettenlaufwerk

21 03 2015

In letzter Zeit war es hier etwas still. Ihr versteht sicher Arbeit, Familie, Arbeit, etc. .
Doch heute Abend ist Retrozocken angesagt. Alles direkt von Diskette starten ohne Festplatte oder WHDload 🙂
Aus diesem Grund wurden die zwei externen Diskettenlaufwerke ausgepackt. Angeschlossen für einen kurzen Funktionstest doch die Ernüchterung kam prompt. Das Laufwerk erkannte keine einzige Diskette mehr. Zuerst kam mir eine defekte Diskette in den Sinn. Nach zig mal hin- und her wechsel trat keine Besserung ein. Auch die zweite externe Floppy machte keinen Mucks.
Es half alles nichts, das erste Diskettenlaufwerk mußte geöffnet werden. Das Laufwerk trg ein Sony MPF110-05 Label.

Sony MPF110-05

Sony MPF110-05

Nun zur Fehlersuche, die Spannung war korrekt da. Auch alle Signale zeigten keine Auffälligkeiten. Dachte mir noch, hoffentlich sind es nicht die Treiberbausteine… die Dinger habe ich nicht da 😦
Mehr durch Zufall, oder mögen wir es Intuition nennen ;), drehte ich das Laufwerk auf die Platinenseite. Ins Auge stach mir direkt ein 47uF Elko nahe der Spannungsversorgung. Die beiden Beine sahen wirklich übel aus. Also runter damit um diese Fehlerquelle auszuschließen. Während des ablötens hoffte ich kein Pad mitzunehmen. Wichtig ist, abwechselnd erhitzen und alle 3-5 Sekunden zum anderen Bein springen. Der Elko ließ sich irgendwann nach außen verschieben. Außerdem nochmals Glück gehabt, beide Pads waren erhalten. Noch mit Entlötlitze das alte Lötzinn abgezogen und ab zum Reinigen. Anschließend neues Lötzinn drauf. Dummerweise war kein Tantal mit 47uF mehr in der Bastelkiste. Also mußte ein normaler SMD Elko drauf. Das Einlöten ist ziemlich einfach. Jedes Pad erhält nun einen Streich Lötzinn. Der Elko wird nun ausgerichtet indem ein Bein quasi am Ende des Pad liegt. Wichtig ist die korrekte Lage, das andere Bein muß ebenfalls auf dem Lötpad liegen. Nun nur noch das Pad erhitzen und den Elko mit dem Finger nach unten drücken. Das Spiel auf der anderen Seite wiederholen.
So, doch nun zurück zum Diskettenlaufwerk. Inzwischen etwas ratlos schloß ich die Floppy wieder an. Leider zeigte die Floppy keine Regung und meine Laune war auch nicht besser. Es handelte sich schließlich um ein Diskettenlaufwerk das ich Original 1990 kaufte.
Nochmals die Diskettenlaufwerksplatine begutachtet. Ganz am Rand nahe entdeckte ich noch einen 4,7uF Elko. Dieser zeigte ebenfalls deutliche Alterungsspuren. Also raus mit dem alten Kram. Erneut reinigen der beiden Pad und neues Lötzinn drauf. Einen passenden Elko zu finden war schon schwieriger. Doch glücklicherweise lagen noch 3 Stück in der Kiste. Also aufgelötet und erneuter Funktionstest durchgeführt. Beim Laden der Workbench erkannte der Amiga sofort die Diskette im DF1. Auch erkannte das Laufwerk nun die Disketten die zu Beginn Probleme bereiteten.

Sony MPF110-05 Unterseite

Sony MPF110-05 Unterseite

Angestachtelt vom Erfolg öffnete ich das zweite Diskettenlaufwerk. Wir erinnern uns, das wollte ebenfalls nicht. Die Überaschung war groß, es war ebenfalls ein Sony MPF110-05 eingebaut. Ohne groß zu messen oder Zeit zu verlieren drehte entlötete ich die beiden Elkos und machte neue drauf. Das Diskettenlaufwerk funktioniere ebenfalls sofort ohne weiteres zutun.

Damit wäre die Sache doch erledigt. Packe meinen Amiga 1200 mit Indivision und beiden Diskettenlaufwerke ein und ab gehts nach Stuttgart.

Bis demnächst und schaut mal Eure Amiga Diskettenlaufwerke an 😉





25 Jahre Red Sector Megademo

9 09 2014

Inzwischen sind 25 Jahre vergangen seit dem Red Sector sein Megademo veröffentlicht hat. Genau am 9.9. 1989 in Venlo.
Bei solchen Jubiläen stellt sich die Erkenntnis ein wie alt man doch geworden ist! Mein Nachbar war bei dieser Party und brachte mir die beiden, zu dieser Zeit zumindest, bedeutensten Disketten mit. Eigentlich wäre ich gerne mitgefahren doch eine Lungenentzündung stellte sich als Hindernis dar.

Es ist irgendwie komisch, kein anderes Amiga Demo zieht mich in den Bann wie RSI Megademo. Aus heutiger Sicht ist nichts besonderes dran doch hat das Demo eine gewisse Aura.
Es macht Laune der Musik zu lauschen und die aberwitzigen Scrolltexte zu lesen.

Übrigends, wer kein Alien ist, hier die Auflösung:
IF YOU CAN READ THE FOLLOWING TEXT YOU ARE AN ALIEN!!!
WIE WIR ALLE WISSEN LIEBT DER RALF DIE MARTHA!! ABER LIEBT SIE IHN AUCH??

Genießt die Tage und zieht Euch die Demo mal wieder rein 🙂
Mein Dank an die Ersteller die mir wundervolle Tage bereitet hatten und bereiten werden!

RSI Loader

RSI Loader

 

 

 

 

 

 

 

 

 

RSI Megademo

RSI Megademo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

RSI VECTORGFX

RSI VECTORGFX

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Red Sector Mega-Demo - Circle Twist

Red Sector Mega-Demo – Circle Twist





DKB 1240 Mongoose – Turbokarte für Amiga 1200

22 02 2013

Vor einiger Zeit bekam ich eine DKB 1240 „Mongoose“ Turbokarte für den Amiga 1200. Anders als vielleicht die 1240 vermuten lässt, befindet sich ein 68030 Prozessor auf dem Board. Eigentlich hatte ich keine Lust ein funktionierendes Gespann mit Phase5 Blizzard MK-IV auseinander zu rupfen. Daher vergingen einige Wochen bis ein Freund mich bat ihm eine Turbokarte auszuleihen. Er hatte sich eine Karte neu gekauft die nach wenigen Minuten abstürze fabrizierte. Als Workaround solle er Ferrits bzw. Kondensatoren auf seinem Board prüfen. Da er weder löten kann, noch wusste welche Bauteile wohin müssen und in irgendwelche Foren geleitet wurde, entschied ich mich ihm die DKB 1240 zu geben.

DKB 1240 Mongoose

DKB 1240 Mongoose

Der Einbau ist etwas hakelig weil die Karte an der abgeschnittenen Kante beinahe so breit ist wie die Ausbuchtung. Trotzdem mit etwas Übung kinderleicht, nur keine Gewalt anwenden! Der RAM Sockel ist auf der Rückseite. Wer also tauschen möchte muss entweder das Gehäuse öffnen oder die Karte ausbauen.

Hier nun einige Spezifikationen:

DKB 1240 „Mongoose“
Hersteller DKB
Herstellungszeitraum 1994
Prozessor Motorola 68030 50MHz, PGA
Co-Prozessor (optional) Motorola 68881/68882, PGA
Max. RAM 128 MB PS2 oder EDO
RAM autokonfigurierend Ja
PCMCIA friendly Ja
TK RAM verfügbar wenn aus Nein
Abschaltbar Nein
SCSI On-Board Optional
Echtzeituhr Ja
MAPROM Funktion Ja, über Software RemapKS

Nach dem Einbau bootet der Amiga brav in die Workbench. Zum Verschieben des Kickstarts liefert DKB das Programm RemapKS mit. Am besten in WBStartup Ordner kopieren oder früher über die startup-sequence starten.  Es gibt einen Optionalen SCSI Controller. Allerdings besitze ich diesen nicht. Sehr interessant empfand ich die Wärmeentwicklung der Karte. Im direkten Vergleich zur Blizzard bleibt die DKB 1240 deutlich kühler. Die Stabilität der Karte ist hervorragend. Während meines Tests über mehrere Tage stürzte kein einziges Programm ab! Wir zockten zu dritt am Amiga Nitro über 5 Stunden ohne einen Access Fault von WHDload!

Natürlich muss die Karte sich Sysinfo und dem Bustest stellen:

Die Karte ist sichtbar langsamer als die Königin Blizzard MK-IV. Allerdings ist dies in der Workbench oder bei anderen Programmen nicht spürbar. Hier bremst vor allem der langsame IDE Kontroller des A1200 aus.

Bustest DKB 1240

Bustest DKB 1240

Unter Sysinfo zeigt die Karte gute Werte. Zwar muss die DKB der Blizzard den Vorzug geben doch der Vorsprung ist knapp.

Sysinfo DKB 1240

Sysinfo DKB 1240

Fazit
Die DKB 1240 Mongoose bringt alles mit was eine Amiga 1200 Turbokarte benötigt. Neben der Möglichkeit einen Co-Prozessor und SCSI Controller aufzustecken, nimmt die Karte bis zu 128 MB RAM auf. Dabei zeigte sich die Karte nicht wählerisch nahm alles von 4MB bis 128MB auf. Die Verarbeitung ist hervorragend, zwar etwas nervig beim Einbau, doch im Betrieb schnell, stabil und kühl. Die Karte ist absolut empfehlenswert und eine gute Alternative zur Blizzard.





Competition Pro Joystick – Gummipuffer

18 02 2013

Bei viel bespielten Competition Pro Joysticks mit Gummipuffern leiern diese gerne etwas aus. Bei mir half es den Gummiring zu säubern und für 10 Minuten in ein heißes Wasserbad zu legen. Anschließend abtrocknen und sofort den Ring in den Joystick einsetzen.  Interessanterweise passte dieser nun deutlich besser und der Stick selbst hatte kein Spiel mehr bei den Bewegungen. Das obligatorische Quietschen bleib zudem aus ;).

Competition Pro Gummipuffer

Competition Pro Gummipuffer

Sehr wahrscheinlich hat sich der Gummi durch die Wärme etwas gedehnt. Wobei dies abhängig von der Gummimischung ist. Ein Versuch ist es wert, viel Spaß beim Reinigen 😉