Amiga 1200 – Original Rechnung 1994

Hallo zusammen,
im Gegensatz zu vielen anderen „alten“ Amiga Besitzer behielt ich stets meine Commodore Maschinen. Inspiriert durch diesen Beitrag HIER suchte ich nach der Original Rechnung des Gerätes. Nach langer und intensiver Suche endete diese positiv… 🙂

Hier die Rechnung von Alternate:

Amiga 1200 - Original Rechnung von Alternate Computerversand
Amiga 1200 – Original Rechnung von Alternate Computerversand
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Amiga 1200 – Tastatur reinigen

Hallo Amiga Fans,
nachdem letztens eine Amiga 500 eine ordentliche Reinigung erfuhr, ist diesmal eine Amiga 1200 Tastatur dran. Das Vorgehen beim abnehmen der Kappen ist hierbei identisch.
Erste Regel ist, niemals Gewalt anwenden. Wenn die Kappe nicht abspringt, an einer anderen Seite ansetzen und versuchen die Kappe abzuhebeln.
Legt Euch am besten zwei Schälchen zurecht um die Kappen bzw. die Federn abzulegen. Der Verlust einer Feder frusted extrem…
Gerade die Federn verkanten häufig und plötzlich legt man eine doppelte Feder auf einen Tastaturstöpsel… tja, dann hat die letzte Taste ein problem 🙂

P.S. Bei Leertaste hat übrigends zwei Federn die nicht die Standardgröße der restlichen Federn hat! Anbedingt darauf achten!!!

So, hier nun die Bilder…

Amiga 1200 Tastatur
Amiga 1200 Tastatur – vor dem Umbau
Amiga 1200 Tastatur - Detailansicht
Amiga 1200 Tastatur – Detailansicht
Amiga 1200 Tastatur - schmutzige Detailansicht
Amiga 1200 Tastatur – schmutzige Detailansicht
Amiga 1200 Tastatur - schmutzige Nahaufnahme
Amiga 1200 Tastatur – schmutzige Nahaufnahme
Amiga 1200 Tastatur - nur noch die Tasten aufsetzen und fertig
Amiga 1200 Tastatur – nur noch die Tasten aufsetzen und fertig
Amiga 1200 Tastatur - Detailansicht
Amiga 1200 Tastatur – Detailansicht

Amiga 500 – Tastatur reinigen

Mir lief quasi mir nichts dir nichts ein Amiga 500 über den Weg. Eigentlich stehen genug Amiga´s im Haus doch der Kauftrieb war stärker als mein Wille der Versuchung zu widerstehen.
Außer ein dreckiges Gehäuse mit Tastatur alles fein soweit. Der erste Funktionstest war ebenfalls zufriedenstellend. Lediglich die Floppy zeigte ein paar Read-Write Errors an. Zur Freude meiner Frau kann ich keine schmutzigen Geräte sehen. Auch meine PC-Tastatur aus den 1998er Jahren wird 2x jährlich eine Waschung unterzogen. Ihr seht wahrscheinlich schon worauf es hinausläuft… genau, die Amiga 500 Tastatur und das Gehäuse bekommen einen Waschgang. Dabei erfolgt das Schrubben händisch mit Lappen und etwas Spülmittel.

Hier die Tastatur mit der Verschmutzung:

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Verschmutzte Amiga 500 Tastatur
Tasten im Detail
Tasten im Detail

Vorsichtig hantieren beim Abheben der Tastenkappen. Wie Ihr im Bild erkennen könnt setze ich den Schrauben drehen ganz ein und drücke anschließend den Griff etwas nach oben. Meistens springen die Kappen direkt ab. Geht ganz behutsam um, nichts ist ärgerlicher als das Plastikgehäuse abzuhebeln und die Feder springt raus. Das ist echte Fisikusarbeit  🙂

Schraubenzieher an Taste anlegen...
Schraubenzieher an Taste anlegen…
... Taste gelöst.
… Taste gelöst.

Die Leertaste erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit. Diese wird an beiden Enden durch eine Plastiköse mit zwei Metallstifte vor dem Herausrutschen gesichert. Zieht zuerst die Kappe in der Mitte vorsichtig ab. Anschließend könnt Ihr die Leertaste in eine Richtung vorsichtig drücken und den einen Stift vorsichtig abziehen. Auf keinen Fall hier mit Gewalt ein Ergebnis erreichen wollen. Ist die Kunststoffnase an der Leertaste gebrochen, könnt Ihr diese in den Abfall werden.

Leertaste von der Kappe lösen
Leertaste von der Kappe lösen
Metallstift der Leertaste, vorsichtig nach rechts bewegen
Metallstift der Leertaste, vorsichtig nach rechts bewegen

 

Alle Tastaturkappe in einer Schüssel mit einem kleinen Schuss Spülmittel einwirken lassen. Nach ca. drei Stunden läßt sich der gröbste Schmutz bereits mit dem Finger abrubbeln. Für den hartnäckigen Schmutz nun einen feinporigen  Schwamm oder Tuch verwenden und rubbeln 🙂
In diesem Zug könnt Ihr ebenfalls das Metall der Tastatur waschen. Meistens hängt dort Haare oder anderer Dreck drin. Schrubben, abspülen und trocknen lassen.
Regenwasser hat sich hierbei bewährt, kein Kalk und keine Rückstände auf Platine und Kunststoffen.

Tastaturkappen im Wasserbad
Tastaturkappen im Wasserbad

 

Seit Ihr mit dem Ergebnis zufrieden nehmt die Kappen raus und trocknet jede einzelne Kappe mit einem Tuch trocken. Legt diese nun auf einen Lappen damit das Wasser in der Kappe ebenfalls trocknen kann.

Sind alle Tasten trocken geht es ans aufstecken der Tasten. Diese rasten mit einem sanften Druck problemlos ein. So sieht mein Ergebnis anschließend aus… bin zufrieden und alle Tasten funktionieren.

Gereinigte Tastatur komplett zusammengebaut
Gereinigte Tastatur komplett zusammengebaut
Gereinigte Tastatur im Detail
Gereinigte Tastatur im Detail

 

Viel Spaß beim Reinigen Eurer Tastaturen 🙂

Amiga 1200 – Blizzard 1230 SCSI Kit

Hallo zusammen,
nach unzähligen Verschiebungen steht endlich das Projekt an, meinen 1993 gekauften Amiga 1200, den finalen Hardwareschliff zu verpassen.
Zuerst die Hardwarekomponenten:
– Amiga 1200 mit Kickstart 3.1
– Blizzard 1230 MK-4 mit SCSI Kit
– Acard 7720u SCSI2IDE Adapter
– Indivision AGA 1200 MK-1
– Toshiba MK2004GAL Festplatte mit 20GB

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Dem geübten Amiga Auge sticht direkt das obere Abschirmblech ins Auge. Es handelt sich hierbei um eine Modifikation die Alternate bereits bei Auslieferung des Gerätes vornahm. Ursprünglich war eine 3,5 Zoll Festplatte mit damals sagenhaften 130MB verbaut. Aufgrund der Bauweise des A1200 war eigentlich eine 2,5 Zoll Festplatte vorgesehen und Alternate entschied sich für das ausschneiden des Bleches. Damals störte mich dies wenig… heute… nur ein wenig.

Unterm Blechkleid steckt der Indivision AGA 1200 MK1 und sorgt für ein klares Bild über den VGA Ausgang am Röhrenmonitor. Mich störte bisher immer Sprunghaftigkeit der Platine aus Lisa heraus. Ein kleiner Stoß genügte und es zeichneten sich Bildstörungen am Monitor ab. Somit war der Anwender gezwungen die Platine wieder festzudrücken. Grund hierfür scheint der verbaute Sockel zu sein der trotz aller liebe und abschleifen nie 100%ig halten mochte. Eine dauerhafte Lösung musste her und wie der Zufall es wollte, nahm ich Kontakt mit dem Hersteller auf. Dieser verkaufte mir einen Sockel, wie er ebenfalls im Nachfolgeprodukt, dem Indivision 1200 AGA MK2, verbaut wurde. Somit musste wiedermal der Lötkolben bzw. die Entlötpumpe herhalten. Glücklicherweise entfällt bei mir der Handbetrieb. Gut, der Indivision hat nun den neuen Sockel und ist unter dem oberen Abschirmblechverbaut.
Außerdem liegt auf der Platine eine dünne Pappe um Kurzschlüsse zu verhindern!

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Etwas Kopfzerbrechen machte mir der Anschluss des SCSI Kits der Blizzard Turbokarte. Anders als der SCSI Standard 50 polige Anschluss hat die Karte nur einen 25 poligen Stecker.  Somit war basteln angesagt um eine Adapterkabel 26 zu 50 polig zu bauen. Die Position des ACARD Scsi2IDE Adapter war hingegen fix festgelegt. Das starre Diskettenlaufwerkkabel dient als Fixierhilfe und ein Klettband sorgt für den notwendigen halt. Ein IDE Kabel mit Stecker und Buchse sorgt als Verlängerung zum Anschluss der Festplatte. Unterhalb der Festplatte liegt ein dünner zurechtgeschnittener Karton um ein Kurzschluss zwischen Festplatte und oberes Abschirmblech zu verhindern! Die Fixierung der Festplatte erfolgte einfach mit etwas Heißkleber an der Festplatte. Heißkleber bekam hier vor den Kabelbindern den Vorzug um ein ungewolltes verrutschen der Festplatte zu verhindern. Außerdem läßt sich auch der Kleber rückstandsfrei entfernen.

Was mich am Blizzard SCSI Kit störte ist die Tatsache, dass es keine Möglichkeit gibt bzw. vorgesehen ist, die HD-Led des Amiga zu verwenden. Aufgrund des IDE Datenblattes liegt der LED Pin am PIN 39. Doch wo schließt man im Amiga nun das andere Ende an? Direkt am HD-Adapter, der Reduzierung von 44 auf 40-polig oder am Mainboard direkt? Ganz falsch, im Datenblatt des Acard 7720u ist JP3 als „Activity Led“ bezeichnet. Wie häufig im Amiga, muss gebastelt werden, so auch das Kabel mit 2 Buchsen. Doch nach dem einschalten des Amiga 1200 leuchtete die HD-Led ständig gedimmt. Hm, auf Dauer wird mir das nicht gefallen. Nach Einbau eines 10kO Widerstandes im Kabel leuchtet die HD Led auch nur beim Zugriff auf die Festplatte. Tatadada… wieder ein offener Punkt gestrichen 🙂

Dummerweise hat mein SCSI Kit noch eine ältere Version verbaut. Im vergleich zur aktuellen ROM Version 8.5 ist meine 7.19 wirklich alt. Dummerweise habe ich derzeit keine 27C256 oder 27C512 PLCC Eprom ICs hier. Daher muss das alte ROM erstmals herhalten 😀

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Damals war SCSI der quasi Standard in vielen Geräten. Heute mag die Technik angestaubt wirken, was Sie tatsächlich auch ist. Das einzig wichtige zu wissen ist:
1. der SCSI Bus muß am Ende und Anfang terminiert sein
2. jedes Gerät erhält eine unique SCSI ID

Aus diesen beiden Punkten ergibt sich beim Phase5 SCSI Kit folgende Situation. Das SCSI Kit selbst hat die ID-7. Somit stehen dem User noch die IDs 0-6 zur Verfügung. Wer mehrere Geräte in seinem A1200 unterbringen möchte, wie auch immer das funkionieren soll, vergibt die IDs aufsteigend. Also die 1. Festplatte erhälte die ID 0, das CD-ROM die ID 1 usw.
Im obigen Punkt 1 steht, das erste und letzte Gerät muss terminiert sein. Das SCSI Kit erledigt diesen Punkt bereits ohne weiteres zutun. Wichtig ist nun, den Acard als letztes Gerät meiner, zugegeben doch sehr kurzen SCSI Kette, zu terminieren. Daher muss beim 7720u der Jumper auf JP2 gesetzt sein. Wer möchte kann auch den Term-Power Jumper JP4 setzten. Beim Betrieb von einem Gerät ist dies jedoch unerheblich.
Bei SCSI-2 genügt es die passiven Terminatoren bei den Geräten zu verwenden. Nochmals, wer den SCSI Bus nicht terminiert, riskiert teilweise undefinierbare Fehler. Außerdem sucht man den Fehler überall, aber nicht in der Hardware bzw. bei einem fehlenden oder falsch gesetzten Jumper!

Hier das Datenblatte des Acard 7720U und 7720UW. Im Fall der Fälle damit es nicht irgendwann in den tiefen des Internets verschwindet.
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Einige Bilder… und wer Fragen hat, der fragt einfach 🙂

Bis die Tage und tschüssi…

NAS im Selbstbau – Teil 2

Hallo zusammen,
im Teil 1 schraubten wir die Hardware zusammen. Führten ein BIOS Updaten durch und ersetzen den Intel „Skylake“ gegen einen Intel „Kaby Lake“ Prozessor.

Im zweiten Schritt erfolgte der Ausbau meiner 4 1TB Festplatten aus meinem Arbeitsrechner in das neue NAS ITX-Gehäuse. Das Verschrauben ist gut im Handbuch des Fractal Node 304 Gehäuse beschrieben.

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Neben den 4 1TB Festplatten werkeln als Systemplatte 2x Sandisk SSD und für Microsoft Storage Spaces eine weitere SSD mit 128GB von Drevo. Diese SSD dient als Pufferspeicher für die Storage Spaces.

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Im Gehäuse sind somit 7 Geräte verschraubt obwohl nur Platz für 6 Massenspeicher vorgesehen ist. Der Trick ist, gegenüber den 3,5 Zoll Festplatten lassen sich mit etwas Geschick noch ein 2,5 Zoll Datenträger verschrauben.
Die 4 Festplatten sind am Dell SAS 5E Controller angeschlossen. Hierzu ist ein Adapter von SFF8470 auf SATA notwendig.  Die restlichen Geräte am Mainboard Integrierten Intel „Rapid Storage Controller“.

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Im Teil 3 kümmern wir uns um die Installation des Windows Servers 2016 Standard Edition. Bis dahin…

Amiga – Verbindung mit der alten Stereoanlage

Hallo zusammen,
wer kennt die Situation nicht beim dem eine Kleinigkeit nervt und doch läßt man das Thema erstmals ruhen weil es keine gute Idee dafür gab für einen Lösungsansatz. Genau an diesem Punkt war stellte meine Retrogruppe in Stuttgart vor ein Problem. Wir zocken immer bei mir im Büro (Keller). Damit jeder den Sound und Effekte wahrnehmen mußte meine alte Stereoanlage herhalten. Eigentlich kein Grund zur Klage, doch störte
a) das ständige auf- und abbauen
b) die schludrige Verkabelung 😉
c) zuwenig Platz am Tisch für A1200, Joysticks und inzwischen 5 dicke, große Kinder 😀

Eigentlich existiert eine brauchbare Lösung für den obigen Problemcontainer. Dank zweier Bluetooth Geräte, je ein Transmitter und ein Reciever, erfolgt die Soundübertragung kabellos! Etwas Recherche im Internet und die Favoriten lagen eigentlich fest. Einkauf bei Amazon getätigt und 3 Tage gewartet.
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Der auvisioTransmitter überträgt den Sound zu einem Bluetooth Empfänger. Der Lieferumfang ist recht bescheiden. Nebem dem Gerät selbst, liegt nur eine Anleitung und ein USB Kabel zur Aufladung bei. Zur Verkabelung mit dem Amiga ist aufgrund der zwei getrennten Soundausgänge ein zusätzliches Kabel notwendig.Eine Kupplung zweier Chinchstecker zu einer Chinchbuchse.
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Der Anschluss der Stereoanlage erfolgt mit dem Logitech Bluetooth Audio Adapter. Neben dem Gerät selbst liegt der Packung noch ein Netzteil und ein Chinchkabel bei. Meine Stereoanlage hat im AUX Anschluss allerdings zwei Chincheingänge. Somit ist ein zusätzliches Audiokabel notwendig. Am besten gleich mitbestellen oder eines vom 1084S Monitor nehmen. Zur Verkabelung gibt es nicht viel zu sagen… einstecken und gut ist es.
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Die Kupplung beider Bluetooth Geräte ist einfach. Schaltet zuerst den Logitech Empfänger ein. Anschließend auf die Taste der Oberseite drücken, nun blinkt diese etwa 1-2 Minuten. Schaltet jetzt den Transmitter ein. Haltet die Taste solange gedrückt bis die blaue LED blinkt. Eine erfolgreiche Kopplung macht sich mit dem abspielen der Musik bemerkbar… was denn sonst 😀
Mein Test über ca. 5m Entfernung verlief super! Überraschend war die dauerhafte Stabilität der Bluetoothverbindung.

Der Sound erhält dank der Stereoanlage viel mehr tiefe. Plötzlich kommt viel mehr Wumms aus den Lautsprechern. Also, dreht mal einige Amiga Megademos ordentlich auf und last es krachen!