NAS im Selbstbau

12 04 2017

Wie vieles im Leben muss sich manche liebgewonnene Gegebenheit den Anforderungen der heutigen Zeit stellen. Durch den Kauf eines hypermodernen Curved-Fernseher, kam der Wunsch bei meiner Partnerin, endlich Film- und Musik zu streamen.
Diesem Wunsch komme ich natürlich gerne nach, denn auch mein Arbeitsrechner hat neben einer M.2 SSD Karte für das Betriebssystem auch ein Raid 10 mit 4x 1TB Festplatten eingebaut. Es rattern die Festplatten, die Lüfter heulen fröhlich bei Belastung, somit steigt die Geräuschkulisse deutlich an. Letztlich nur mit Kopfhörer wirklich erträglich…
Ein Server für das Datenmassengrab drängt sich förmlich auf  🙂

Lange rede kurzer Sinn, eine NAS (Network Attached Storage) muss her!

Eine fertige aus Produktionshallen diverser Hersteller kam daher für mich niemals in Frage.
Meine Anforderungen an die NAS sind, ein Windows Betriebssystem mit installiertem Hyper-V. Somit kann ich bei Bedarf problemlos VMs nach eigenen Bedarf hinzufügen. Obwohl es wohl bereits einen VDR im Docker Container gibt? Außerdem brauche ich einen PCIe Slot für meine SAS Karte zum Anschluß eines LTO Bandlaufwerks. Kleines ITX Board mit Gehäuse zur Aufnahme für 6x Festplatten 3,5 Zoll Formfaktor. Der NAS Rechner soll im Keller stehen ohne zusätzlichen Maus, Tastatur und Monitor Anschluss. Daher muss das Mainboard eine Remoteverwaltung mit separatem Managementnetzwerkanschluss zur Verfügung stellen. Außerdem sind 2 Netzwerkanschlüsse sinnvoll aufgrund meines belegten PCIe Slot durch den SAS Controller.
Als Arbeitsspeicher genügen mir erstmals 16GB ECC RAM. Warum ECC Speicher werden sich vielleicht der eine oder andere sich Fragen? Wenn das Board und Prozessor ECC unterstützen, sehe ich keinen Grund es nicht zu kaufen. Es gibt durchaus Markenspeicher zu einem günstigen Kurs. Hier heißt es die Angebote abzugrasen. Richtig ist, befindet sich der Fehler bereits auf dem Client wird dieser mit auf die NAS mit ECC transferiert. Da ich aber überwiegend Daten direkt auf der NAS erzeuge, bietet ECC einen Mehrwert an.

Somit blieb ich bei Microsoft Server 2016 hängen. Aktuell, schnell und mit Storage Spaces bietet das Betriebssystem genau die Anforderungen was ich suchte. Ich wollte weg von diesem statischen Hard- Software Raid Level Klump. Natürlich bieten viele Hersteller gut Raid Controller an die eine Vergrößerung der Datenkapazität dynamisch erlauben. Wieso aber extra Geld, und zwar nicht wenig, für Hardware ausgeben?

Die ausgesuchte Hardware sieht wie folgt aus:
– ASUS P10S-I mit TPM und mit ASMB8 Modul für Fernwartung
– Pentium G4400 (Skylake)
– 16 GB Kingston ECC Speicher (KVR21E15D8/8HA)
– Fortron 200W FSP200-50GSV-5K SFX-Netzteil
– Fractal Design Node 304
– 2x SanDisk Z410 SSD für Betriebssystem (Raid-1)
– diverse Kabel

Das Mainboard war über meine Recherche hinweg preislich extrem schwankend. Als der Gedanke für die NAS aufkam war der Straßenpreis bei ca. 165€ + Versand. Nach einigen Tagen stieg der Preis zwischen 180€ bis 195€ an. Durch eine Preissuchmaschine entdeckte ich zufälligerweise ein Angebot eines ebay Händlers. Dieser bot das Board für 145€ inkl. Versand an. Ein Glücksgriff J, denn nach meinem Kauf änderte der Händler den Verkaufspreis auf 190€.

Die Lieferung ging schnell und zügig. Hierzu einige Impressionen:

Alle Komponenten im Überblick

Alle Komponenten im Überblick

Mainboard, BMC und TPM Modul

Mainboard, BMC und TPM Modul

Intel G4400 Pentium und Kingston ECC RAM (2x 8GB)

Intel G4400 Pentium und Kingston ECC RAM (2x 8GB)

SanDisk SSD Z410 256GB

SanDisk SSD Z410 256GB

Fractal Design Node 304

Fractal Design Node 304

Leider ist der Mainboard USB Header nicht mit dem USB Kabel des Gehäuses konform. Das Mainboard erlaubt lediglich den Anschluß einer USB Buchse. Die zweite USB Schnittstelle liegt somit brach, hätte ASUS wahrscheinlich besser lösen können. Mich stört es nicht sonderlich, ist doch der USB Header ein USB2 Port. Mir genügt 2x USB3 auf der Rückseite des Gehäuses.

Ansonsten verlief der Zusammenbau der Komponenten ohne großartige Komplikationen. Es ist schön wenn alles genormt ist. Aufgrund meiner Auslegung für 6x SATA Geräte bietet mir das Netzteil mit 1x Floppy, 2x Festplatte und 2 x SATA zu wenig Stromanschlüsse. Mein Ziel war alle Stromanschlüsse des Netzteils zu verwenden. Also mußte ein Adapter für Floppy zu SATA und ein SATA Y-Kabel her. Kein größeres Problem, die notwendigen Adapter gibt es alle bei Amazon für einen kleinen Euro Betrag. Das SFX Netzteil läßt sich aufgrund seiner Größe nur mit zwei Schrauben im Gehäuse befestigen. Überlegte mir im Vorfeld lang ob eine Blende von SFX auf ATX Sinn macht. Nach dem verschrauben stellte sich heraus das Netzteil hängt perfekt in Position. Glücklicherweise entfällt somit die ATX Blende! Aufgrund des kleineren Formfaktors erfolgte die Verlegung der Kabel unter das Netzteil.
Das Kabelmanagement ist in den Bildern quasi nicht vorhanden J Sobald alle Komponenten Ihren Stammplatz beziehen, erfolgt die Optimierung. Mein Mainboard hat 2x FAN  und 1x CPU FAN Anschlüsse. Somit fehlt mir ein Anschluss um alle drei Gehäuselüfter anzusteuern. Auf die im Gehäuse integrierte Lüfter Steuerung verzichte ich erstmals. Daher bekommen der Lüfter zum Kühlen der Festplatten und der hintere Gehäuselüfter einen gratis Steckplatz am Mainboard. Somit bleibt der 3 Gehäuselüfter erstmals unbenutzt im Systemkonstrukt.
So, noch ein Wort zu den 6x SATA Ports des Mainboards. Das Board bietet 2x reguläre SATA Anschlüsse, bei Anschluss einer M.2 SSD Karte deaktiviert sich automatisch der graue SATA Port. Die restlichen 4 SATA Anschlüsse sind über ein miniSAS HD Kabel zu verbinden. Wer nicht lange nach der korrekten Bezeichnung suchen will, der findet bei verschiedenen Anbieter ein SFF-8643 auf 4x SATA Kabel. Dieses Kabel belastet Euer Budget mit 10-20€. Preislich ok, wer die 4 regulären SATA Kabel erwerben muss, liegt in ähnlicher Dimension.

Hier noch ein paar Bilder zum Einbau. Erst Prozessor, dann Prozessorkühler, RAM Riegel und zuletzt, falls vorhanden, TPM und BMC.
Hier etwas Hardwareporn 🙂

Intel G4400 Prozessor auf ASUS P10S-I Mainboard

Intel G4400 Prozessor auf ASUS P10S-I Mainboard

Intel Boxed Kühler mit Push Pins

Intel Boxed Kühler mit Push Pins

2x 8GB KVR21E15D8/8HA DDR4-2133 ECC DIMM

2x 8GB KVR21E15D8/8HA DDR4-2133 ECC DIMM

Gehäuse blank

Gehäuse blank

200 Watt Fortron FSP200-50GSV-5K Netzteil eingebaut

200 Watt Fortron FSP200-50GSV-5K Netzteil eingebaut

Stromadapterkabel 1x Floppy, 2x SATA 1x SATA

Stromadapterkabel 1x Floppy, 2x SATA 1x SATA

Netzteil Rückseite, Kabelmanagement unterm Netzteil geführt

Netzteil Rückseite, Kabelmanagement unterm Netzteil geführt

Mainboard eingebaut... TPM Modul fehlt

Mainboard eingebaut… TPM Modul fehlt

Wir sehen uns beim zweiten Teil… Installation Windows Server 2016!





Brexit – was jetzt?

24 06 2016

Ganz Europa ist erschüttert, der Brexit wandelte sich zur Realität. Die Börsen melden einen schwarzen Freitag, das Pfund ging in den Talflug über und die Politik europaweit ist entsetzt.

Natürlich hat die britische Bevölkerung für den Ausstieg gestimmt. Doch trifft nicht zumindest die britische Politik eine Teilschuld? Noch vor wenigen Monaten handelte der damalige Premierminister Cameron für die Briten mehr Zugeständnisse aus. In seiner Rede bekannte er sich aber damals klar gegen die europäischen Regeln und deren Idee. Die Briten gehören eigentlich zur EU, aber nicht so richtig. Auch die EU mit deren Politikversagen trug mit Sicherheit zum Ausstieg bei.  Auf Krisen kann die EU Politik keine Antworten liefern sondern macht was Sie kann, Probleme mit Geld bekämpfen. Das Beispiel für das Versagen Europas spiegelt die Flüchtlingskrise. Das Beispiel  ist zwar ausgelutscht, aber nun gut J

London als Finanzzentrum wird Richtung Dublin oder Frankfurt weiterziehen. Die EU wird sehr wahrscheinlich ein Handelsabkommen abschließen. Wie es geht, zeigt die EU bereits mit den Schweizern.  Möglicherweise geht es noch ein paar Wochen für die Briten bergab. Doch nach jedem Abstieg folgt ein Aufstieg. Laßt die Austrittsverhandlungen beginnen. Anschließend sehen wir weiter…





Harnleiterschiene entfernen

28 01 2016

Ein großes Interesse der Blogleser bezieht sich auf das Thema „Entfernung einer Harnleiterschiene“. Aus diesem Grund bat ich meinen Kollegen sein Erlebnis zu schildern. Los gehts…

Mich erreichten viele Zuschriften mit der Bitte doch einmal die Entfernung der Harnleiterschiene zu beschrieben. Eigentlich stand auf meiner Liste die Entfernung des Nierensteins mittels URS bzw. ESWL. Hier nun mein Erfahrungsbericht.
Die Nierensteine sind endlich Geschichte. Nach dem letzten Eingriff legten die Ärzte im Krankenhaus nochmals eine Harnleiterschiene. Die Schiene ist nicht nur notwendig zur Verbeugung einer Stauung durch Nierengries sondern dient auch zur Abheilung des geschundenen Harnleiters. Inzwischen sind 2 Wochen seit meiner Entlassung aus dem Spital vergangen. Das letzte Kapitel steht noch an. Das ziehen der Harnleiterschiene, dem sog. Pig-Tail, erfolgt ambulant beim Urologe. Zeitlich sind ca. 2 Stunden einzuplanen.
Frohen Mutes ging es zum Urologe. Beim Öffnen der Eingangstür wurde es mir doch mulmig. Im Internet sind eine Menge an Horrorstories vertreten. Es hilft letzten Endes alles nichts, die Schiene muss raus. Direkt nach der Anmeldung führte mich eine Arzthelferin ins Behandlungszimmer. Der Raum besteht aus einem Frauenarztstuhl an deren Ende ein riesiger Scheinwerfer angebracht ist. Vertrauenserweckend sieht anders aus…
Es folgt das obligatorische ausziehen der Unterwäsche. Mit leicht zitternden Knien legte ich mich auf dem Behandlungsstuhl. Die Arzthelferin rückte die Beinschienen des Stuhles zu recht. Die Position ist natürlich ungewohnt doch sehr bequem. Die Arzthelferin legte das notwendige Behandlungsbesteck auf einen sterilen Tisch. Kopfhaube, Handschuhe, Mundschutz, das volle Sicherheitsprogramm, so soll es sein :). Doch nun zum weniger Spaßigen Teil. Die Helferin schnappte sich meinen Penis unterhalb des Schaftes. Mit der anderen Hand nahm sie vom Arbeitstisch eine Art Klammer. Diese Klammer umschloss nun mein bestes Stück. Somit war die Harnröhre geöffnet. Zufrieden mit der Welt lehnte ich mich entspannt zurück. Die Vorbereitung war noch nicht vorbei. Erneut trat die Arzthelferin, die übrigens mit Ihrer Kappe und Mundschutz super sexy aussah, an mich heran. Aus dem Augenwinkel sah ich eine aufgezogene Megaspritze. Mein erster Gedanke war Mamamia! Doch alles halb so schlimm. Die Spritzenspitze führte Sie oberhalb der Harnröhre ein. Das Gel daran soll die Harnröhre schmerzunempfindlich machen. Die Einwirkzeit beträgt ca. 5 Minuten. Solange passiert also nichts mehr. Nun hieß es warten, 5 Minuten, 8 Minuten, 10 Minuten, 12 Minuten und nun kam der Arzt herein. Begrüßte mich kurz und machte sich anschließend steril. Die Arzthelferin war ihm beim Anziehen der Kopfhaube, Handschuhe und Mundschutz behilflich. Anders als geplant nehme er ein flexibles Endoskop. Was sollte ich schon darauf antworten? Als ich das Teil aber sah, wurde mir ganz anders. Der Angstschweiß lief mir den Rücken und die Stirn hinunter. Er führte den Schlauch in die Harnröhre ein. Wenige Sekunden später meinte er: „Nun ganz locker sein, wir sind am Blasenschließmuskel. Da müssen wir vorbei.“. Das tat trotz lokaler Gelbetäubung etwas weh. Der Arzt drehte an verschiedenen Rädchen die am Endoskop befestigt sind. Nach gefühlten 60 Minuten, es waren aber nur 30 Sekunden, zog er die Harnleiterschiene langsam aus mir heraus. Yeah, das Teil ist nun Geschichte. Mit dem Endoskop hat der Arzt noch meine Blase mit Wasser aufgefüllt. Ich solle nun zur Toilette gehen und pinkeln. Das erste pinkeln war leicht schmerzhaft doch gut zu ertragen. Die Entfernung der Harnleiterschiene war innerhalb 15 Minuten geschafft. Der Urologe schaut sich die Niere etwa 1 Stunde nach der Entfernung mittels Ultraschall nochmals an. Dies sei notwendig da sich der Harnleiter reizen und somit eine Schwellung erzeugen kann. In diesem Fall könne der Urin nicht abfließen. Das Warten sind bange Minuten. Doch bei mir verlief alles gut. Somit verabschiedete ich mich und verließ die Arztpraxis. Harnleiterschienenfrei!
Also wer eine Schiene hat muss keine schlaflosen Nächte haben. Die Entfernung ist etwas unangenehm, doch mehr auch nicht.
Nach einsetzen meiner Schiene konnte ich 3 Tage nicht arbeiten. Hatte ständigen Harndrang obwohl mein Gehirn wußte, die Blase ist leer. Mein Körper gewöhnte sich schnell an die Schiene. War regulär auf Arbeit. Auf Sport ist während dem tragen der Schiene zu verzichten. Ansonsten reibt die Schiene zu stark an der Schleimhaut. Dies kann zu leichten Blutungen führen. Also lieber auf dem Sofa flanschen 🙂

Drück allen Harnleiterschienenträger die Daumen und Kopf hoch!





Nierenstein – Harnleiterschiene – Drama, eine wahre Geschichte Teil 3

28 04 2014

Wie versporchen, heute der letzte Teil der Trilogie.

Vor der Abendvisite kam wiederum die Krankenschwester mit Fieberthermometer. Ab ins Ohr damit und ich hatte erhöhte Temperatur um die 37,6°C. Meine Stirn fühlte sich warm an und irgendwie war ich total lustlos. Die Ärzteschaft stapfte wenige Minuten später in mein Krankenzimmer. Der Oberarzt meinte ich müsse die Nacht heute hier verbringen. Die erhöhte Temperatur beunruhige ihn etwas. In etwa einer Stunde erfolge nochmals eine Temperaturmessung damit eine mögliche Infektion frühzeitig erkannt werden kann. Abends sei die Temperatur generell erhöht. Ich solle mir keine Sorgen machen. Was bleibt außer mit dem Kopf zu nicken? Nichts, also hoffen und bangen dass die Temperatur nicht weiter ansteigt. An genau einer Stunde stand die Krankenschwester wieder im Zimmer, Thermometer ins Ohr und 38,4°C. Scheiße, eigentlich rechnete ich mit einer Senkung der Temperatur, was folgt nun? Die Krankenschwester ging und kam mit dem Diensthabenden Arzt zurück. Brav die Hände desinfiziert und Handschuhe angezogen. Die Krankenschwester hielt was in der Hand, konnte es aber nicht deuten. Der Arzt meinte: „Aufgrund der gestiegenen Temperatur muss erneut ein Blasenkatheter gelegt werden“. Ich war total geschockt, da er den Eingriff ohne Narkose vornehmen wollte! Der Arzt versuchte mich zum Beruhigen da ich mir nicht vorstellen konnte wie dieser Schlauch in meinem Penis eingeführt werden soll… noch dazu live bei vollem Bewusstsein!!! Der Arzt sagte er spritze vor dem Schlauch ein Gel ein um die Harnröhre zu schützen und die Empfindlichkeit herabzusetzen. Es hilft ja nichts, also Hose und Unterhose ausgezogen und mich auf das Bett gelegt. Nun packte der Arzt seine Schläuche etc. aus und legte diese auf sein steriles Tablett. Eine Zange hielt die Harnröhre geöffnet und er spritze das kalte Gel mit einer Spritze ein. Angenehm fühlt sich anders an… Der nächste Schritt war das Einführen des Schlauches der dummerweise einen extremen Umfang hatte. Heftig wurde es am Schließmuskel, der Arzt sagte zwar ich solle mich jetzt entspannen aber wie soll das funktionieren? Ich holte tief Luft und just in diesem Moment spürte ich deutlich einen Schmerz. Anscheinend hatte der Schlauch den Schließmuskel hinter sich gelassen. Damit der Katheter nicht rausrutschen kann wird mittels einer Spritze Flüssigkeit eingespritzt. Schnell noch den Urinbeutel am Schlauch befestigt, damit war die Sache erledigt und der Urin floss bereits langsam. Die Schwester half mir noch bei der Bekleidung meiner Unterwäsche und gab mir den Tipp, den Penis nicht herunter hängen zu lassen sondern die Spitze nach oben Richtung Kopf zu drehen. Mit der Unterwäsche hatte ich tatsächlich einen besseren halt des Schlauches und dieser pikste nicht mehr so stark wie beim ersten Mal. Nach der Aktion war ich nervlich fertig und versuchte mich abzulenken. Dabei half mir der Fernseher ganz gut, es lief ein cooler Actionfilm. Irgendwann geht auch der schönste Film zu ende. Mit dem Katheter Richtung Bad geschleppt und Zähne geputzt. Pinkeln verlief vollautomatisch J

Zurück ins Bett, Licht gelöscht und versucht einzuschlafen. Gegen 2 Uhr morgens wachte ich auf, mein Bett war total verschwitzt, obwohl es im Zimmer angenehm kühl war. Also Schwester geläutet und versucht ihr alles zu erklären. Genau in diesem Moment wurde mir Eiskalt und ich fror erbärmlich und zitterte von jetzt auf gleich. Ohne zu zögern holte die Schwester den Arzt aus dem Schlaf. Anscheinend hatten sich die Erreger doch weiter Vorgekämpft als erwartet. Auch die Temperatur war bei ca. 39°C angelangt. Ich bekam intravenös Fiebersenkende Mittel verabreicht. Das Schwitzen legte sich alsbald doch die erhöhte Temperatur blieb. Am nächsten Morgen war diese wieder bei 37,1°C. Irgendwie fühlte ich mich ausgelaugt und mein Bett war total verschwitzt. Die Putzkolonne trat ins Zimmer um den Boden zu wischen. Desweiterem bekam mein Bett einen neuen Überzug. Während ich mein Bett verlassen musste bewegte ich mich Richtung Badezimmer. Dieser Blasenkatheter ist total hinderlich. Schön wenn der Urin direkt in den Beutel läuft und man selbst nicht mehr ans pinkeln denken muss. Trotzdem zwickt das blöde Teil öfters. Wichtig hierbei ist, den Beutel immer unterhalb der Nieren aufzuhängen. Ansonsten läuft der Urin zurück. Sagte niemand, aber ich merkte das recht zügig auf die schmerzliche Art und Weise.
Also im Bad erstmals Zähne geputzt und geduscht. Meine Klamotten waren feucht und müffelten. Zwischenzeitlich war das Zimmer geputzt und alles sah ziemlich sauber aus. Ich schleppte mich mit dem Urinbeutel Richtung Bett. Erleichtert lies ich mich in dieses fallen. Kurz darauf klopfte es an der Tür. Die morgendliche Visite trat ein.
Der Oberarzt war der Meinung den Blasenkatheter noch einige Tage zu belassen. Die Infektion dürfe nicht weiter fortschreiten. Das Fieber und der Schüttelfrost letzte Nacht seien ein deutliches Zeichen für eine Infektion. Diese dürfe sich nicht zu einer Sepsis ausbreiten. Zudem erhalte ich vorsorglich 3x pro Tag ein Breitbandantibiotikum. Alles weitere sähe man die nächsten Tage. Also gut, faul rumliegen mit diesem stechenden Blasenkatheter und vor mich hin dösen. Während der nächsten 3 Tage passierte nicht viel Neues. Ab Nachmittag stieg die Temperatur an, ich schwitzte sehr viel und bekam regelmäßig das Antibiotika und das Fieber senkende Mittel verabreicht.

Am 4 Tag zur Visite meinte der Oberarzt heute könne man den Blasenkatheter entfernen. Da der Katheter letztlich nur ein Schlauch ist und ebenfalls zu einer Keimbesiedelung kommen könne, wäre es sinnvoller diesen heute zu entfernen. Gleichzeitig fügte er aber hinzu, sollte die Temperatur heute wieder über 37,5°C steigen, müsse erneut ein Blasenkatheter gelegt werden. Insgeheim dachte ich, oh oh. Wenig später kam ein Krankenpfleger um mich von meinem Fremdkörper zu erlösen. Das gleiche Spiel wie schon Tage zuvor. Handschuhe, desinfizieren der Stelle und absaugen der Katheterflüssigkeit. Er fragte noch, ob er den Schlauch schnell oder langsam herausziehen soll. Ich entschied mich für schnell. Holte tief Luft, gab dem Krankenpfleger ein Zeichen und er zog den Katheter mit einem kräftigen Ruck heraus während ich ausatmete. Das funktionierte super und ich spürte an für sich keinen Schmerz. Klar ist es etwas unangenehm da der Schlauch an der Harnröhre reibt. Doch schmerzhaft fühlt sich definitiv anders an! Interessanterweise musste ich nicht sofort auf Toilette. Machte mir trotzdem vor dem ersten urinieren nach dem entfernen meine Gedanken, schließlich brannte dies vor wenigen Tagen wie das Ausscheiden von Millionen kleiner Nadeln! Bevor ich mich darum kümmern konnte, holte mich eine Krankenschwester ab zur Sonographie. Nach kurzem Warten vor der Tür begrüßte mich eine junge und sehr attraktive Ärztin. Ich machte den Oberkörper frei und legte mich auf den Tisch. Während die Ärztin das Gel auf meinem Körper aus der Tube presste, nahm Sie mit der anderen Hand den Schallkopf. Zuerst die linke Nieren und anschließend die rechte Niere. Sie meinte: „Sieht Nierentechnisch alles sehr gut aus, keine Stauung, kein Stein zu sehen.“. Ich durfte das Gel abwischen und aufstehen. In Gedanken war ich bereits wieder ganz woanders als die Ärztin mich aufforderte meine Hose und Unterwäsche auszuziehen. Sie müsse noch die Prostata und die Hoden untersuchen. Das war mir zu diesem Moment doch peinlich. Dachte mir aber, es ist ihre Arbeit und wahrscheinlich sieht sie täglich nackte Männer. Also runter mit der Wäsche und erneut auf den Tisch gelegt. Ich musste mich auf die linke Seite drehen und die Knie anwinkeln. Sie tastete zuerst mit dem Finger am Po. Anschließend sagte Sie: „Es werde nun etwas kalt da Sie Gleitgel verwende und ich werde einen Druck spüren.“. Sekunden später drang Sie mit Ihrem Finger in mich ein. Nach ca. einer Minute meinte Sie: „Alles gut, keine Vergrößerung.“. Als nächstes musste ich aufstehen. Sie setzte sich auf einen Drehstuhl und nahm meine Hoden in die Hand und knetete dieses etwas. Auch hier wiederum alles ok und keine Veränderungen erkennbar. Ich durfte mich anziehen und verabschiedete mich. Inzwischen gab es Mittagessen, hoffentlich mein letztes. Denn ich konnte den Frass nicht mehr sehen. Während das Frühstuck noch in Ordnung war, zeigte sich das Mittagessen als aufgewärmtes irgendwas und das Abendessen war tiefgefroren. Ich war froh, wenn mein Besuch mir frische Brötchen vom Bäcker brachten. Der restliche Tag sowie die Nacht verliefen Komplikationsfrei. Kein Fieber oder erhöhte Temperatur. Am nächsten Tag um 6:30 Uhr trat der Feldwebel meine Tür ein. Natürlich mit voller Beleuchtung und dem angemessenen Befehlston. Verdammte Scheiße dachte ich: „Nicht einmal als kranker hat man seine Ruhe!“. Also ab ins Bad zum Duschen und morgen Toilette. Kurz vor 8:00 Uhr kam die morgendliche Visite an. Der Chefarzt höchstpersönlich teilte mir mit, ich würde heute entlassen. Sobald der Entlassbrief da ist könne ich das Krankenhaus verlassen. Das Antibiotikum solle ich noch weitere Tage nehmen. Wegen der Nierensteinzertrümmerung solle ich mich in 2 Wochen wieder in der Klinik vorstellen. Bei Schmerzen, brennen, stechen, Unwohlsein, Fieber, etc. bitte direkt zum Hausarzt oder in die Klinik kommen. Alles klar Herr Doktor. Kaum war die Visite draußen kam eine Krankenschwester mit dem ersehnten Brief an. Ich packte schnell meine Sachen und verabschiedete mich von den Pflegern und Krankenschwestern auf der Station. Nach 8 Tagen Krankenhausaufenthalt öffnete sich die Schiebetür. Ich trat hinaus und fühlte mich wie neu geboren. Es war ein herrlicher Tag, die Sonne schien… ab nach Hause… ich muss mich erholen für die Aufgaben die mich in 2 Wochen erwarten werden. Hätte ich im Vorfeld gewußt, was mich in 2 Wochen erwartet, dann wäre zu diesem Zeitpunkt die gute Stimmung flöten gegangen. Aber, dies ist eine andere Geschichte. Vielleicht schreibe ich diese auf.





Nierenstein – Harnleiterschiene – Drama, eine wahre Geschichte Teil 2

21 03 2014

Weiter gehts mit Teil 2 der Dreiteiligen Geschichte…

„Wer ruft denn da meinen Namen“, dachte ich mir. Wow, ich war total weggetreten. Eine Schwester sagte ich wäre in der Aufwachstation. Aha, gut, interessiert mich wenig. Ich war noch total stoned. Ich sah Hschid mit einer anderen Schwester reden und er zeigte mir an, Daumen hoch bedeutet alles war gut verlaufen und ich war heilfroh, diesen Daumen zu sehen. Ich schloss meine Augen und war wiederum weg. Wie lange, keine Ahnung, ich hatte das Gefühl für Raum und Zeit vollkommen verloren.

Die Wirkung der Narkose lies immer mehr nach was meinen Verstand in die Gegenwart zurück brachte. Nun gut, erstmals die Gedanken sammeln. Daumen war oben also OP gut verlaufen. Der erste Blick ging unter die Bettdecke. „Verdammte scheiße, was steckt denn da in meinem Schwanz!“, ich hatte einen Blasenkatheter bekommen! Ich klingelte und eine Schwester kam vorbei. Sie meinte Sie bringe mich nun auf Station. Ich wiederum wollte nur wissen wann der Katheter rauskomme. Die Antwort war etwas schockierend, dieser muss 24 Stunden drinbleiben. Inzwischen war es 21:20 Uhr als ich durch die Tür meines Zimmers geschoben wurde. Trinken und Essen war heute nicht. Also beschloss ich das Licht zu löschen um etwas Schlaf zu finden. Bevor ich wegdriftete dachte ich noch an das Narkosemittel, was für ein geiles Zeug.  Etwa 2 Stunden später war ich hellwach. Ich wollte aufstehen was mir nur beinahe gelang. Schlafumnachtet hatte ich den Blasenkatheter mit seiner geringen Schlaulänge vergessen. Dummerweise auf der falschen Seite aufgestanden was einen heftigen Schmerz am besten Stück verursachte. Schnell zurück war der erste Gedanke! Am besten bleibe ich bis zum nächsten Tag regungslos liegen.  Ruhig zu liegen gehört dummerweise nicht zu meinen Stärken und ich beschloss mir ein Schlafmittel zu ordern. Kurz den roten Schwesternalarm gedrückt und 1 Minute gewartet. Schwupps ging die Tür auf und die Nachtschwester trat ein. In einem kurzen Gespräch schilderte ich kurz mein Anliegen. Sie ging hinaus und kam in etwa 5 Minuten später mit einer Tablette und einem halb gefüllten Wasserglas an. Mund auf, Tablette rein und mit Wasser nachgespült. Entspannt zurück gelehnt und warten bis der Chemische Sandmann wieder kommt. Nach 30 Minuten war immer noch nichts passiert.  „Verdammt, das blöde Ding wirkt nicht!“. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, es war bereits 4 Uhr morgens. Oho, also war ich weg ohne etwas zu merken. Geile Sache!

Ich beschloss die Zeit mit Fernsehen zu überbrücken. Auf einem Musiksender sah ich mir die Top 20 an. Was für ein Schrott, zu meiner Jugendzeit hörte man Metallica, Manowar, Nirvana, Green Day, Offspring, Pennywise und ähnliches. Nun gut, ein Bieber bedient nun mal eine andere Zielgruppe.

Kurz vor 6:00 Uhr meldete sich der Schlaf erneut. Flimmerkiste aus und ein check des Urinbeutels was schlimm aussah. Wenigstens hängt die Kochsalzlösung in meiner Vene und spendet mir Flüssigkeit. Das gähnen konnte ich mir nicht verkneifen. Licht aus damit wiedermal Ruhe im Zimmer ist. Gegen 7:00 Uhr ging die tür auf, volle Zimmerbeleuchtung und mit Feldwebel Ton wie beim Bund wurde ich zum Aufstehen animiert. „Aufgewacht, die Viste ist in 20 Minuten da.“, ach scheiße, nicht mal im Krankenhaus hat man seine Ruhe. Super toll, mit dem blöden Blasenkatheter kann ich eh nicht weit laufen. Urin läuft direkt rein und groß machen muss ich glücklicherweise auch nicht. Also liegenbleiben zum Anhören der Götter in Weiß. Eine ganze Meute an Weißkitteln trat ein. Zudem kamen diese pünktlich und der Oberarzt begrüßte mich mit Handschlag. Er entschuldigte sogar das Fehlen des Chefarztes da dieser heute einen Vortrag in einem anderen Krankenhaus halten muss. „Geschenkt“, dachte ich mir. Der Oberarzt schaute auf meinen Urinbeutel und meinte das sähe sehr gut aus. Ich sagte, „Wie gut, der ist doch voller Blut!“. Er meinte, ein Tropfen Blut genüge um das Wasser einzufärben, ähnlich wie beim Öl. Wichtig ist der Verbindungsschlauch. „Der Blasenkatheter kann im Laufe des Vormittags entfernet werden und wenn alles gut aussieht, dürfen Sie heute Abend nach Hause.“. „Geilomat“, dachte ich mir. Kurz bedankt und die Truppe trappte los Richtung Tür. Juhu, das blöde Ding kommt raus… Moment, kommt raus, wie macht man einen Blasenkatheter raus? Denke eine Kurznarkose reicht dafür… falsch gedacht, denn 30 Minuten später kam eine Krankenschwester die Tür rein. Kaum war die Zimmertür verschlossen, oder sollte ich besser sagen, verriegelt, pumpte Sie brav am Desinfektionsmittelstand ab und holte frische Handschuhe aus dem Zimmerschrank. Etwas verdutzt fragte ich Sie was anstehe. Sie meinte kurz angebunden: „Sie wollen doch Ihren Blasenkatheter loswerden. Möchten Sie es schnell oder langsam?“. Etwas ungläubig fragte ich was denn weniger schmerzhaft ist. Sie lächelte nur und sagte: „Mache mögen es schnell, andere lieber langsam.“. Daraufhin sagte ich: „In diesem Fall überlasse ich Ihnen die Entscheidung.“. Nachdem Sie die Bettdecke zurück gelegt hatte, zog Sie mit einer Spritze Flüssigkeit am Katheter raus. Diese ist wichtig damit der Katheter nicht herausgezogen werden kann. Sie hielt mein Glied fest und zog mit der anderen Hand den Katheter langsam heraus. Es brannte ziemlich aber es hieß Zähne zusammen beißen! Nach wenigen Sekunden war das Ding draußen. Da war echt viel Schlauch in mir drin. Unmittelbar nach der Entfernung des Blasenkatheters spürte ich das Verlangen auf Toilette zu gehen. Auf dem Weg dahin dachte ich bei mir, wieso eigentlich, der Katheter hat doch sofort den Urin abgeleitet. Da kann eigentlich nichts drin sein. Egal, die Blase fühlte sich an als ob eine Explosion bevorstünde. Vor der Toilette stehend kamen nur wenige Tropfen raus. Anders als normal brannten diese Tropfen und ich dachte  meine Harnröhre hat Feuer gefangen! Es war unbeschreiblich schmerzhaft. Wenigstens war der Urin nicht blutig. Nachdem ich urinierte zurück ins Bett. Die Krankenschwester hatte inzwischen das Zimmer verlassen. Neben meinem Bett standen 3 Flaschen Mineralwasser. Ich schenkte mir 2 Gläser ein und zog diese auf ex weg. Die Tür öffnete sich erneut und es gab Frühstück. Wunderbar, endlich was zu futtern . Ich langweilte mich etwas, im Fernsehen lief nichts, kein Buch dabei und zudem musste ich alle 20 Minuten auf Toilette. Urin kam zwar keiner doch die Blase fühlte sich wenige Minuten nach dem entleeren wieder voll an. Laut Arzt ist dieses Druckgefühl normal. Die Harnleiterschiene reibe an der Blaseninnenwand und verursache dadurch das Gefühl. Nach wenigen Tagen hat sich der Körper daran gewöhnt. Nun gut, Abwechslung, das Mittagessen kam.  Anschließend scharrte ich mit den Hufen und sehnte den Abend herbei damit ich endlich aus dem Krankenhaus rauskomme. Doch es kam anders als geplant… mehr im dritten und letzten Teil.





Auf der Krim tanzt der Bär

4 03 2014

In diesen Tagen bestimmt der Krim Konflikt die Medien. Der gestürzte Präsident Janukowich floh nach Russland. Der russische Präsident Putin nutzte die Gunst der Stunde aus. Seine Soldaten besetzten die Halbinsel Krim. Auf der Krim leben überwiegend Russen die sich, wie könnte es anders sein, eher Richtung Russland orientieren als an die neue ukrainische Regierung. Die Übergangsregierung in Kiew wiederum möchte den Schulterschluss mit dem Westen. Denn hier sind die potentiellen Geldgeber um den Staatsbankrott aufzuhalten. Der Westen wiederum muss die Ukraine stützen da sehr viele westliche Banken in die Ukraine investierten. Es geht also wiederum nicht um die Menschen Vorort, sondern um die Bewahrung des maroden Groß-Europa!

Doch zurück zum Krimkonflikt. Putin hat die Gunst der Stunde erkannt und greift nach dem Objekt der Begierde mit dem Militär zum Schutze der dort lebenden russischen Bevölkerung. Die westlichen Politiker machen diplomatisch mobil. Es wird gedroht mit Sanktionen und dem Ausschluss aus der G8. Die USA verlagern nun einen Flugzeugträger in Richtung Brennpunkt Ukraine. Vom neu aufflammenden kalten Krieg ist die Sprache.
Nüchtern betrachtet ist die Sache bereits erledigt. Was soll der Westen großartig unternehmen. Eine militärische Aktion ist der Todesstoß aller Bemühungen. Diplomatisch gibt es nichts zu reißen. Einige Politiker können sich als Friedensengel profilieren. Vielleicht gibt es einen Nobelpreis wie damals bei Barack Obama? Die auf der Krim lebende Bevölkerung begrüßt den möglichen Anschluss an Russland. Warum den Russen nicht einfach geben wonach es Putin dürstet?

Geschichte wiederholt sich wieder und wieder. Deutschland unter Führung von Adolf Hitler  verleibte sich vor dem Zweiten Weltkrieg so manches unabhängige Land ein. Die damaligen britischen und französischen Redensführer willigten des Friedenswillen stets ein.
Heute im Jahr 2014 sind wir gedanklich doch weiter als 1938? Hoffentlich zumindest, doch Putin will nicht das Land Ukraine, sondern nur die Krim. Die einzige Möglichkeit ist Truppen in die Ukraine zu stationieren um einen Gegenpol zu schaffen. Der russische Präsident muss merken, dass ein starker Gegenwind bläst der zum äußersten, also auch Krieg, bereits wäre. Ansonsten, ein herzliches Willkommen der Krim Bevölkerung zum Anschluss an Russland.





Nierenstein – Harnleiterschiene – Drama, eine wahre Geschichte Teil 1

5 02 2014

Aufgrund der regen Beteiligung zum Artikel über die Nierensteine, bat ich meinen Kollegen, ob er seine Erlebnisse während der Zeit seiner Erkrankung erzählen möchte. Er kam dieser bitte gerne und nachfolgend seine Erlebnisse.

Ich beginne mit den Untersuchungen im Krankenhaus. Vor Schmerz gekrümmt legte ich mich auf den Untersuchungstisch. Die Ärztin begann mit der körperlichen Untersuchung. Dabei drückte Sie an meinem etwas voluminösen (Bier)bauch rum. Soweit alles ok, bis ich mich aufsetzen musste damit Sie meinen Rücken abtasten konnte. Tasten ging dem klopfen über, als Sie im Bereich meiner Niere klopfte durchzuckte mich ein elendiger Schmerz und ich musste laut aufschreien. Sie entschuldigte sich und bat mich nochmals auf den Rücken zu legen. Mit dem Ultraschallgerät Scannte Sie meine Organe. Als Sie meine Nieren Betrachtete drehte Sie den Bildschirm zu mir damit ich sehen konnte was Sie sah. Sie sagte meine Niere wäre hochgradig gestaut. Noch zwei bis drei Schnappschüsse, Blut- und Urinabgabe  und ab auf Station um das Krankenbett zu fassen. Wobei der Weg dorthin sehr schmerzreich war und mein Magen 2x rebellierte. Ich fühlte mich hundeelend, die Sehnsucht nach einem Ende der Schmerzen war sehr groß. Eine Schwester holte mich am Fahrstuhl ab und zeigte mir das gut eingerichtete Zimmer mit allem Komfort. „Endlich lohnt sich der Privatpatientenstatus“ dachte ich mir. Etwa eine Minute später kam der Stationsarzt mit einem Flüssigkeits- und Schmerzmittelgemisch an. Dummerweise bekam ich einen zentral Katheter, einen sog. Butterfly, verpasst. Auch noch in den Handrücken, doch irgendwie war mir alles egal. Hauptsache diese verdammten schmerzen hören auf. Ich sah wie die Flüssigkeit meine Vene erreichte und dort kalt in meinen Körper floss. Eine Krankenschwester trat ein und legte mir ein komisches Hemd mit Stümpfen auf das Bett. Sie überreichte dem Arzt einen Zettel und er wendete sich wieder mir zu. Es war ein Aufklärungsbogen zum Legen einer Harnleiterschiene.  Meine Niere sei hochgradig gestaunt und müsse entlastet werden. Ansonsten kann es zu schwerwiegenden Folgekomplikationen kommen. Er gab sich sehr viel Mühe mir alles genau zu erläutern und verwies auf mögliche Komplikationen. Diese las ich besser nicht durch, davon bekommt man nur Panik. Der Part ob ich Medikamente nehme war schlicht mit einem „Nein“ beendet.

Der Arzt sagte noch, der Narkosearzt käme in 10 Minuten vorbei um. Es ging alles so schnell die beiden Ärzte konnten sich beinahe die Türklinke geben. Nun gut, der Narkose Arzt stellte wiederum einige Fragen. Teilweise hatte ich diese bereits dem Stationsarzt mitgeteilt aber nun gut. Etwas geschockt war ich, als ich erfuhr, wann ich auf den Opfertisch soll. Bereits in einer knappen Stunde soll es losgehen. Er reichte mir die Hand, lächelte und sagt es handle sich um einen Routineeingriff der täglich praktiziert werde. Inzwischen wirkte das Schmerzmittel und ich konnte mich mit Hschid unterhalten. Mir ging es so gut, dass ich eigentlich heimgehen wollte. Ein hoch auf die Pharmaindustrie die solch geilen Stoff herstellen können.

Die Zeit Verrinn und die Schwester kam rein. Als ich immer noch in meinen Straßenklamotten auf dem Bett saß, fauchte diese mich an: „In 10 Minuten geht es in den Operationssaal. Ziehen Sie nun bitte die Strümpfe an.“  Ich entgegnete, dass ich keine Ahnung habe wie man die Teile anzieht. Sie darauf zu Hschid: „Raus hier!“. Er ging und ich musste mich ganz nackt ausziehen. Es war mit schon ziemlich peinlich da Sie auch meine Männlichkeit sah. Als Unterhose musste ich ein komisches Geflecht aus Stoff anziehen. Im OP wird dieser anscheinen aufgeschnitten. Desweiterem ein hässliches Flügelhemd mit freie Sicht auf meinen Po. Die Thrombosestrümpfe waren eine Herausforderung. Anziehen, dazu alleine, nie im Leben. Die Strümpfe waren so eng, die Schwester bekam diese kaum über meine Waden. Die Schwester brachte mir noch eine Beruhigungspille die ich brav mit einem Glas Wasser runterspülte. Nun lag ich alleine im Zimmer, schaute unter die Bettdecke und zog das Flügelhemd etwas hoch. Dort war mein bestes Stück… ich muss es zum Ersten Mal hilflos fremden Menschen überlassen die mit Geräten in meine Harnröhre fuhren. Hoffentlich geht alles gut… ich brauch den kleinen da unten noch! Besser nicht darüber nachdenken…

Die Tür öffnete sich und ein Krankenpfleger trat ein und sagte: „Sind Sie bereit? Es geht los in den OP!“. Ich nickte, die Hände von null auf nichts in Schweiß gebadet! Wow, ich hatte ziemlich schiss da ich während der OP nicht ansprechbar bin. Hilflos fremden Menschen ausgeliefert! Während der Krankenpfleger mein Bett aus dem Zimmer zog, dabei einige Ecken mit dem Bett mitnahmen, beruhigte er mich etwas. Er scheint meine Nervosität erkannt zu haben. Also Smalltalk bis und im Fahrstuhl über Hobby und Frauen. Vielleicht hätte ich nicht erwähnen sollen dass die junge blonde Assistenzärztin heiß aussieht… Schwamm drüber.

Die OP Tür war für mich noch verschlossen. Also erneut warten und das Beste denken. Nun war ich dort, wo ich nie hinwollte. Die Krankenhausatmosphäre liegt mir einfach nicht. Ein Laminatboden in einem komischen grau mit weißen Wänden gepaart. Manchmal ein Bild an der Wand um die tristen Gedanken zu erhellen. Die OP Schiebtür öffnete sich, es war soweit. Mein Bett reingeschoben neben dem OP Tisch. Ich wurde aufgefordert rüber zu rutschen was ich brav tat. Der Narkosearzt sah sich meinen Butterfly an und meinte an der Stelle ist dieser ungeschickt. In diesem Moment dachte ich: „Geil, das Ding kommt raus J“. Tja, falsch gedacht, zwar wurde der Butterfly entfernt doch an anderer Stelle ein neuer gepflanzt. Zumindest störte die Stelle am Unterarm nicht so. Zumindest war dies mein Eindruck. Im OP waren einige Monitore und es piepte aus allen Richtungen.  Eine Schwester legte mir an den Zeigefinger einen kleinen Clip an. Sie sagte mir zwar wofür der da ist doch heute weiß ich es nicht mehr. Anschließend wurden an der Brust mehrere Pads angelegte die das Herz überwachen. Der Narkosearzt laberte über Gott und die Welt. Eigentlich war mir nicht danach doch es lenkte meine Gedanken ab. Der Narkosearzt drückte eine Spritze in meinen Butterfly. Er fragte nach einigen kleinen Mathespielchen. Als Beispiel wie viel 5 mal 5 usw. Die ersten paar löste ich problemlos. Langsam wurde mir schummerig… ich versuchte dies noch dem Arzt mitzuteilen und dann wurde es dunkel…

—> Weiter geht es in Teil 2… schaut wieder vorbei 🙂