DKB 1240 Mongoose – Turbokarte für Amiga 1200

Vor einiger Zeit bekam ich eine DKB 1240 „Mongoose“ Turbokarte für den Amiga 1200. Anders als vielleicht die 1240 vermuten lässt, befindet sich ein 68030 Prozessor auf dem Board. Eigentlich hatte ich keine Lust ein funktionierendes Gespann mit Phase5 Blizzard MK-IV auseinander zu rupfen. Daher vergingen einige Wochen bis ein Freund mich bat ihm eine Turbokarte auszuleihen. Er hatte sich eine Karte neu gekauft die nach wenigen Minuten abstürze fabrizierte. Als Workaround solle er Ferrits bzw. Kondensatoren auf seinem Board prüfen. Da er weder löten kann, noch wusste welche Bauteile wohin müssen und in irgendwelche Foren geleitet wurde, entschied ich mich ihm die DKB 1240 zu geben.

DKB 1240 Mongoose
DKB 1240 Mongoose

Der Einbau ist etwas hakelig weil die Karte an der abgeschnittenen Kante beinahe so breit ist wie die Ausbuchtung. Trotzdem mit etwas Übung kinderleicht, nur keine Gewalt anwenden! Der RAM Sockel ist auf der Rückseite. Wer also tauschen möchte muss entweder das Gehäuse öffnen oder die Karte ausbauen.

Hier nun einige Spezifikationen:

DKB 1240 „Mongoose“
Hersteller DKB
Herstellungszeitraum 1994
Prozessor Motorola 68030 50MHz, PGA
Co-Prozessor (optional) Motorola 68881/68882, PGA
Max. RAM 128 MB PS2 oder EDO
RAM autokonfigurierend Ja
PCMCIA friendly Ja
TK RAM verfügbar wenn aus Nein
Abschaltbar Nein
SCSI On-Board Optional
Echtzeituhr Ja
MAPROM Funktion Ja, über Software RemapKS

Nach dem Einbau bootet der Amiga brav in die Workbench. Zum Verschieben des Kickstarts liefert DKB das Programm RemapKS mit. Am besten in WBStartup Ordner kopieren oder früher über die startup-sequence starten.  Es gibt einen Optionalen SCSI Controller. Allerdings besitze ich diesen nicht. Sehr interessant empfand ich die Wärmeentwicklung der Karte. Im direkten Vergleich zur Blizzard bleibt die DKB 1240 deutlich kühler. Die Stabilität der Karte ist hervorragend. Während meines Tests über mehrere Tage stürzte kein einziges Programm ab! Wir zockten zu dritt am Amiga Nitro über 5 Stunden ohne einen Access Fault von WHDload!

Natürlich muss die Karte sich Sysinfo und dem Bustest stellen:

Die Karte ist sichtbar langsamer als die Königin Blizzard MK-IV. Allerdings ist dies in der Workbench oder bei anderen Programmen nicht spürbar. Hier bremst vor allem der langsame IDE Kontroller des A1200 aus.

Bustest DKB 1240
Bustest DKB 1240

Unter Sysinfo zeigt die Karte gute Werte. Zwar muss die DKB der Blizzard den Vorzug geben doch der Vorsprung ist knapp.

Sysinfo DKB 1240
Sysinfo DKB 1240

Fazit
Die DKB 1240 Mongoose bringt alles mit was eine Amiga 1200 Turbokarte benötigt. Neben der Möglichkeit einen Co-Prozessor und SCSI Controller aufzustecken, nimmt die Karte bis zu 128 MB RAM auf. Dabei zeigte sich die Karte nicht wählerisch nahm alles von 4MB bis 128MB auf. Die Verarbeitung ist hervorragend, zwar etwas nervig beim Einbau, doch im Betrieb schnell, stabil und kühl. Die Karte ist absolut empfehlenswert und eine gute Alternative zur Blizzard.

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Competition Pro Joystick – Gummipuffer

Bei viel bespielten Competition Pro Joysticks mit Gummipuffern leiern diese gerne etwas aus. Bei mir half es den Gummiring zu säubern und für 10 Minuten in ein heißes Wasserbad zu legen. Anschließend abtrocknen und sofort den Ring in den Joystick einsetzen.  Interessanterweise passte dieser nun deutlich besser und der Stick selbst hatte kein Spiel mehr bei den Bewegungen. Das obligatorische Quietschen bleib zudem aus ;).

Competition Pro Gummipuffer
Competition Pro Gummipuffer

Sehr wahrscheinlich hat sich der Gummi durch die Wärme etwas gedehnt. Wobei dies abhängig von der Gummimischung ist. Ein Versuch ist es wert, viel Spaß beim Reinigen 😉

Competition Pro Joystick – aus 2 mach 1

Bei einem großen Onlineautktionshaus kaufte ich mir bei zwei verschiedenen Käufern jeweils einen Competition Pro in schwarz. Beide waren als funktionsfähig deklariert daher viel die Kaufentscheidung. Die Lieferung folgte binnen 2 Tage nach Bezahlung. Beide Pakete kamen sogar gleichzeitig an. Nach dem öffnen des Kartons strahlten mich zwei total versiffte Joysticks an. An den Kanten waren Schweißränder und bei einem war das Gehäuse beschädigt. Desweiterem viel der Blick bei einem Joystick auf den 9-poligen Stecker. Dieser hatte eine seltsame Kruste. Nun gut, also direkt mal eingesteckt und getestet. Kein Joystick funktionierte 100%. Beim einem streikte einer oder beide Feuerknöpfe und beim anderen gingen die Richtungen nicht. Also erstmals aufgeschraubt um zu sehen wie das Innenleben aussieht.

Competition Pro - verrazt
Competition Pro – verrazt
Verkrusteter Stecker
Verkrusteter Stecker

Das war nicht sonderlich berauschend. Zumindest hatte ein Stick eine Stahlfeder. Der andere hat leider einen abgenutzten Gummipuffer :(.Bei beiden Joysticks funktionieren die Feuerknöpfe leider durch das Zusammendrücken der beiden Laschen. Hätte mir gewünscht zumindest einen mit Mikroschalter zu bekommen. Ansonsten zeigte sich ein trauriges Bild. Die Mikroschalter sind wild zusammengewürfelt, passen vom Weg her nicht und bei einem Stick waren mehrere Kabel abgerissen.

Für die Instantsetzung beider Joysticks hatte ich nicht genügend Material. Daher entschloss ich mich für einen radikal Umbau. Das gute Gehäuse bekommt den Federstick und ich flicke die Kabelbrüche. Desweiteren tausche ich den nicht funktionierenden Feuerknopf aus. Also beide Competition Pro Joysticks in die Einzelteile zerlegt und ordentlich geschrubbt und gereinigt.

Auseinandergebaut und gereinigt
Auseinandergebaut und gereinigt

Danach alles zurück ins Gehäuse gebaut. Anschließend kam das Kabelflicken an die Reihe. Diese am besten miteinander verdrahten und anschließend noch mit etwas Lötzinn befestigen. Die Kabelisolierung sparte ich mir da die Kabel so straff sind und somit nirgendwo Kontakt erzeugen können. Zuletzt noch die Mikroschalter eingebaut und angeschlossen.

Neu aufgebaut und montiert
Neu aufgebaut und montiert

Die Funktionalität testete ich mir dem Amiga Hardware Analyzer. Dieser zeigt grafisch schön an ob die Richtung bzw. Fire funktioniert. Alles funktionierte auf Anhieb und somit konnte die Deckelunterseite angeschraubt werden.

So, Umbau erfolgreich beendet und der Joystick kommt bei der nächsten Dynablaster Session zum Einsatz 🙂
Wer übrigends gerne mit den alten Kisten zocken will kann sich gerne bei mir melden. Wir machen ungefähr 1x pro Monat, zumeist am Wochenende, eine Session in der Stuttgarter Umgebung.

Bis demnächst dann…

Verkaufe MEINEN Amiga 4000

Hallo zusammen,

das Gerät steht nicht mehr zum Verkauf. Danke für die zahlreichen Anfragen und dem neuen Besitzer viel Spaß mit dem Gerät