Frohe Weihnachten

24 12 2011

Wünsche allen Menschen auf Erden eine frohe und gesegnete Weihnacht. Genießen Sie die Zeit zum Entschleunigen, zur Erholung und zur Erkennung der wirklich wichtigen Dinge im Leben.

In diesem Sinne





Procurve und loop-protection

19 12 2011

Diesen Montag war es zum Ersten Mal soweit. In unserem Netzwerk hatte sich ein Loop gebildet. Anhand des Procurve Managers und des Webinterface direkt am Switch war es deutlich zu erkennen. Alle Balken bis zum Anschlag auf 100% und die Ports meldeten tausende von Drops. Das Problem war dank des Procurve Managers schnell gefunden und der Port ausgeschalten.  Beim Verursacher handelte sich dabei um ein Cisco Telefon mit integrierten Layer-2 Switch. Ein Mitarbeiter hatte es gut gemeint und sowohl ein Kabel für das Telefon als auch im PC Port gesteckt. Nun war er da… der Loop und das Geschrei natürlich groß da nix mehr ging. Eigentlich dachte ich mit der Verwendung von Spanning-Tree wäre ich auf der sicheren Seite. Falsch gedacht, da der Cisco integrierte Telefonswitch die BPDU einfach ignorierte da er selbst kein Spanning-Tree kann, konnte der Procurve Switch den Loop nicht erkennen. Das blöde daran ist, wie lässt sich so etwas in Zukunft verhindern?
HP Procurve hat an dieser Stelle fein mitgedacht und bietet die Möglichkeit die Grenzen des Spanning-Tree aufzuheben. Das Zauberwort hierzu heißt: loop-protection

Der Switch sendet nun an jeden Switchport mit aktiviertem loop-protection ein spezielles Paket. Taucht genau dieses Paket an einem anderen Port wieder auf, so handelt es sich um einen Loop. Der Administrator kann nun im Vorfeld entscheiden was mit diesem Loop-Port passieren soll. Der beste Weg ist den Port dauerhaft auszuschalten. Irgendwann kommt garantiert ein Mitarbeiter und jammert sein Internet funktioniere nicht. Der Befehl hierfür lautet: loop-protect disable-timer 0
Einfaches Prinzip aber eine clevere Lösung.

Im Bild deutlich zu sehen ein Loop wurde entdeckt und die Ports auf down geschaltet.

loop-protection mit HP Procurve

loop-protection mit HP Procurve





App-V Howto: Teil 4

3 12 2011

Hallo zusammen und herzlich Willkommen im letzten App-V Teil. Die App-V Struktur ist konfiguriert und VLC ist als virtuelles Paket erstellt. Nun wollen wir es über den Management Server auf einen Client streamen.

Als erstes loggen wir uns auf die Management Konsole. Als ersten Schritt gilt es den Standardpfad festzulegen. Dieser Punkt ist im Computer, bei mir app-v.schmid.local, unter den Systemoptionen zu finden. Hier nun den UNC Pfad zum Content Verzeichnis angeben. Im Content Verzeichnis liegen Eure Sequencer Dateien.

Pfadeinstellung App-V Management Server

Pfadeinstellung App-V Management Server

Im Menü Anwendungen werden die Sequencer Dateien importiert. Damit es übersichtlich bleibt lege ich dort immer neue Anwendungsgruppen. In diesem Falle eine neue namens VLC. Anschließend muss die Anwendungsdatei importiert werden. Hierzu am besten den UNC Pfad auswählen. Bei mir lautet dieser: \\app-v\content und anschließend die VLC.sprj Datei auswählen.
Der Admin kann noch einige Punkte fein einstellen.  Als Gruppe wählen wir die App-V-User Gruppe aus. Bei mir enthält diese Gruppe bereits meinen AD-User „tester“. Mit diesem rufe ich später das Paket auf. Des weiteren ist es notwendig die Default-Server-Group auszuwählen.
Wenn alles richtig eingestellt ist, seht ihr folgendes:

VLC Anwendung

VLC Anwendung

Sollten an dieser Stelle für jede Anwendung das Default-Icon des App-V erscheinen, so stimmt der Standardpfad nicht. Daher am besten obige Einstellungen nochmals prüfen.

Fürs erste war es das auf dem Management Server.

Startet nun den Client und meldet Euch mit dem User an, der Mitglied Eurer App-V-User Gruppe ist. Installiert dort den App-V Client. Im Prinzip gibt es dort nicht viel zu bachten. Alle Optionen lassen sich später nachträglich ändern. Nach dem Starten des Clients ist ein Management Server anzugeben. Erstellt dazu einen neuen Veröffentlichungsserver. Bei mir sieht es folgendermaßen aus:

App-V Client - Veröffentlichungsserver

App-V Client - Veröffentlichungsserver

Wichtig wer mit Zertifikaten arbeitet, muss den passenden Hostnamen als FQDN eintragen, ansonsten passt das Zertifikat nicht! Damit der Client seinen Paketserver finden kann ist es notwendig eine Umgebungsvariable für SFT_SOFTGRIDSERVER zu setzen.

Umgebungsvariable

Umgebungsvariable

Anschließend den Server aktualisieren und nun sollte das VLC Icon auf dem Desktop erscheinen. Nach dem starten holt sich der Client das Paket vom Server und startet es. Wie man sieht wird auch die Dateiverknüpfung korrekt übernommen.

App-V lädt VLC

App-V lädt VLC

VLC gestartet

VLC gestartet

Das war es eigentlich schon. Ihr habt nun eine funktionierende App-V Umgebung zum Spielen und Experimentieren. Bei Fragen könnt Ihr mich gerne anschreiben.