App-V How-To: Teil 3

Hallo und Willkommen beim 3. App-V Teil. Heute dreht sich das Thema um den Sequencer. Diesesmal nicht ganz so ausführlich aber dennoch gut lesbar und verwertbar. 🙂

Vorbereitung:
Der App-V Sequencer dient dazu virtuelle Programme zu erstellen. Daher eignet sich für diese Aufgabe eine virtuelle Maschine (VM) mit Snapshot Funktionalität. Wer für 32 Bit Betriebssysteme Programme verteilen möchte, benötigt ein 32-Bit Betriebssystem. Ansonsten wählt man natürlich die x64 Version aus.Die Installation des Sequencers verläuft, anders als vom Management Server bekannt, reibungslos. Derzeit aktuell ist die Version 4.6 mit SP1. Nachdem alle Installationen getätigt sind, ist es sinnvoll, den Windows Update Dienst abzuschalten. Der Sequencer erkennt alle Änderungen am System. Am besten die VM durchstarten und am Anmeldebildschirm einen Snapshot erstellen.

Sequencer:
Damit der Einstieg in den Sequencer mit einem Erfolgserlebnis beginnt eignet sich das Programm VLC sehr gut um den Einstieg zu schaffen.
Nach dem Start des Sequencers bietet dieser die Möglichkeit an, ein Neues App-V Paket zu erstellen oder ein bestehendes Paket zu bearbeiten.  (Abbildung1).

App-V Start
App-V Start

Wir wählen ein Neues Paket erstellen. Im nächsten Dialog besteht die Möglichkeiten auf bereits erstellte Profile zurück zu greifen. Auf der Microsoft App-V Seite befindet sich der Link zu diesen. Da wir ein eigenes Programm virtualisieren möchten, wählen wir Paket erstellen aus (Abbildung 2).

Paket erstellen
Paket erstellen

Der nächste Dialog ist ganz interessant. Hier besteht die Möglichkeit einer Anwendung ein Plugin zu installieren bzw. die Installation von Middleware. Unter Middleware wäre auch der Fall eines Java Programms was zur Laufzeit die virtualisierte JAVA Umgebung lädt. Da wir dies im Moment nicht verwenden, wählen wir Standardanwendung aus. (Abbildung 3).

Im nächsten Schritt wählen wir die Installationsdatei (exe, msi, bat, etc. ) aus.  In diesem Beispiel die VLC-1.1.11.exe Datei.

Im nächsten Dialog noch den Paketnamen vergeben. Wer genau hinsieht erkennt, das Paket wird standardmäßig im Laufwerksbuchstaben installiert, welcher während der Sequencer Installation vordefiniert wurde. Hier landen später alle virtuellen Programmteile, beispielsweise die virtuelle Registry etc.
Ein klick auf Weiter startet nun den regulären Installer des VLC Programms. Die Installation selbst unterscheidet sich nicht von einer gewöhnlichen Vorgehensweise.
Wir möchten den VLC jetzt aber nicht starten.

Paket installation abgeschlossen
Paket installation abgeschlossen

Die Installation ist nun abgeschlossen. Der Sequencer registriert nun die erstellten Änderungen im Dateisystem, Registry usw.

Der nächste Schritt ist der Start der Anwendung(en). Hier lassen sich nun bestimmte Punkte vordefinieren, beispielsweise bestätigen der EULA oder auch Startänderungen vornehmen.

virtuelle App starten
virtuelle App starten

Dazu wählen wir nun den Eintrag „VLC Media Player“ aus und klicken auf Anwendung starten. VLC wird nun wie bei einer regulären Installation gestartet. Nehmen Sie nun alle gewünschten Änderungen vor und schließen anschließend die Anwendung. Klicken Sie auf Weiter um die Systemänderungen zu speichern.

Nachdem Sie den Installationsbericht gelesen haben oder nicht, gelangen Sie in den Anpassungsdialog. Belassen Sie erstmals den Radio Button auf „Jetzt beenden“ und klicken auf „Weiter“.  Legen Sie den Speicherort fest, beispielsweise C:\VLC und geben dem Paket den Namen VLC.  Sind diese Angaben gemacht erstellt der Sequencer nun das Paket und es folgt eine Zusammenfassung. Bestätigen Sie diese und wählen im Sequencer Menü bestehendes App-V Paket bearbeiten. Öffnen Sie nun das gerade erstellte Paket unter C:\VLC\VLC.sprj

Pfad zur weiteren Bearbeitung auswählen
Pfad zur weiteren Bearbeitung auswählen

Nun können Sie das virtuelle Programm feiner einstellen bzw. notwendige Änderungen vornehmen.

APP-V Feineinstellung
APP-V Feineinstellung

Im Reiter Bereitstellung können Sie definieren, für welche Betriebssysteme das virtuelle Paket freigeben sein soll.

Sequencer Bereitstellung
Sequencer Bereitstellung

Desweiteren sind die Punkte Protokoll und Hostname enthalten. Als Protokoll müssen Sie nun wählen ob der Management Server eine verschlüsselte oder unverschlüsselte Umgebung erlaubt.
Der Hostname beinhaltet eine Variable. Diese muss auf dem App-V Client im System hinterlegt sein und enthält als Wert den FQDN des Management Server! Ansonsten kann der Client seinen Paketserver nicht finden.

Die weiteren Reiter sind für das VLC Paket erstmals uninteressant. Also das Paket speichern und den Windows Explorer öffnen. Kopieren Sie nun den kompletten VLC Ordner unter C:\VLC in die Content Freigabe Ihres Management Servers.

Paket auf den Management Server kopieren
Paket auf den Management Server kopieren

Das war es erstmals auf dem Sequencer. Nun wechseln wir zum Management Server und nehmen dort einige Einstellungen vor. Die Handhabung des Sequencers werde ich nochmals mit einem etwas umfangreicherem Produkt näher beschreiben.

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